KI beim Programmieren: was Codex und ähnliche Werkzeuge tun
Diese Seite ist bewusst kurz, und sie beginnt mit einer ehrlichen Ansage: Das hier ist Werkzeug für Entwicklerinnen und Entwickler, nicht für Sie. Sie müssen es weder lernen noch kaufen. Wir erklären trotzdem, was solche Werkzeuge tun, warum wir sie einsetzen und was das für Ihr Projekt bedeutet.
Worum es geht
Vielleicht haben Sie den Namen Codex gehört oder gelesen, dass KI heute Programme schreibt. Beides stimmt ungefähr und wird selten richtig eingeordnet.
Nach diesen zehn Minuten wissen Sie, was solche Werkzeuge in einer Webagentur tatsächlich erledigen, wo ihre Grenze verläuft und warum am Ende trotzdem ein Mensch jede Zeile ansieht. Und Sie können einschätzen, was Sie einer Agentur sinnvoll dazu fragen können.
Was Sie vorher brauchen
- ✓Zehn Minuten und sonst nichts. Keine Zugänge, keine Software, kein Konto. Diese Anleitung ist zum Lesen, nicht zum Mitmachen.
- ✓Keine Vorkenntnisse. Wenn Sie ein Werkzeug in Ihrem eigenen Handwerk beurteilen können, können Sie auch das hier beurteilen.
- !Was Sie mitbringen sollten, ist eine gesunde Skepsis. Wenn Ihnen jemand verspricht, KI baue Ihre Webseite von allein, ist das ein Verkaufsargument und keine Tatsache.
Die Schritte
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1
Was diese Werkzeuge überhaupt sind
Codex ist ein Programmierassistent von OpenAI. Vergleichbare Werkzeuge sind GitHub Copilot von GitHub und Claude Code von Anthropic. Es gibt noch ein paar mehr, und alle paar Monate kommt eines dazu.
Gemeinsam ist ihnen: Sie sitzen in der Arbeitsumgebung einer Entwicklerin oder eines Entwicklers, lesen den vorhandenen Programmcode eines Projekts und schlagen Änderungen daran vor. Sie werden mit normaler Sprache bedient, so wie ein Chatfenster, nur eben über einem Projektordner statt über einem leeren Blatt.
Der passende Vergleich: Das ist Fachwerkzeug, so wie ein Drehmomentschlüssel Werkzeug für die Werkstatt ist. Nützlich in geübter Hand, sinnlos im Wohnzimmer. -
2
Was sie tatsächlich tun
Der Alltag ist unspektakulärer, als die Werbung glauben macht. Diese Werkzeuge sind gut in genau den Aufgaben, die viel Zeit fressen und wenig Denken erfordern:
- ✓Einen ersten Entwurf für einen Programmteil schreiben, den ein Mensch danach überarbeitet
- ✓Vorhandenen Code umbauen und aufräumen, ohne dass sich das Verhalten ändert
- ✓Bei der Fehlersuche helfen: Fehlermeldung einlesen, mögliche Ursachen vorschlagen
- ✓Automatische Tests schreiben, die prüfen, ob nach einer Änderung noch alles funktioniert
- ✓Fremden oder alten Code erklären, den sonst niemand mehr überblickt
- ✓Fleißarbeit über viele Dateien hinweg, etwa einheitlich benennen oder formatieren
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3
Was sie nicht tun
Und jetzt die andere Seite, die in Verkaufsgesprächen selten vorkommt:
- ✕Sie kennen Ihren Betrieb nicht. Sie wissen nicht, welche Leistung sich bei Ihnen wirklich rechnet und welche Frage Ihre Kunden am Telefon stellen.
- ✕Sie treffen keine Entscheidungen über Aufbau, Gestaltung oder Inhalte. Das bleibt Menschenarbeit, und sie ist der eigentliche Teil.
- ✕Sie garantieren keine Sicherheit. Ein Vorschlag kann ohne Weiteres eine Lücke enthalten, die man dem Code nicht ansieht.
- ✕Sie erfinden auch beim Programmieren Dinge, etwa Funktionen, die es gar nicht gibt. Das Problem heißt Halluzination und ist im Code dasselbe wie im Text.
- ✕Sie machen aus einer unklaren Anforderung keine klare. Wer nicht weiß, was er will, bekommt schneller etwas Falsches.
- ✕Sie übernehmen keine Verantwortung. Die trägt weiterhin der Mensch, der die Seite baut, und die Firma, die sie ausliefert.
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4
Warum wir sie einsetzen
Ein großer Teil der Webentwicklung ist Wiederholung. Dieselben Bausteine, dieselben Prüfungen, dieselben Handgriffe in etwas anderer Reihenfolge. Genau dort helfen diese Werkzeuge.
Wenn der erste Entwurf einer Funktion in Minuten statt in Stunden steht und zweihundert Bilddateien nicht von Hand umbenannt werden müssen, bleibt mehr Zeit für die Fragen, die tatsächlich über den Erfolg Ihrer Seite entscheiden: Was gehört auf die Startseite. Wie schnell findet jemand Ihre Telefonnummer. Warum bricht jeder Zweite das Formular ab.
Es geht nicht darum, Menschen zu ersetzen, sondern darum, die stumpfe Arbeit kürzer zu machen. Der Unterschied ist wichtig, und Sie merken ihn am Ergebnis. -
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Was Sie als Kunde konkret davon haben
Drei Dinge, und keins davon ist Zauberei:
- 1Schneller. Sie sehen früher einen Entwurf, und Änderungswünsche sind schneller umgesetzt.
- 2Günstiger im Verhältnis. Der Aufwand für Standardarbeiten sinkt, und das schlägt sich im Preis nieder.
- 3Mehr Aufmerksamkeit für das Wesentliche. Die gesparte Zeit steckt in Inhalten, Struktur und Auffindbarkeit, nicht in Handarbeit.
Und ebenso ehrlich, was Sie davon nicht haben: eine Webseite, die ohne Menschen entsteht. Qualität, die von allein kommt. Oder einen Preis, der gegen null geht, weil ja angeblich alles automatisch läuft.
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6
Wie die menschliche Prüfung abläuft
Kein Vorschlag geht ungelesen in ein Projekt. Ein Mensch sieht sich an, was geändert werden soll, versteht es und entscheidet, ob es so bleibt. Was nicht verstanden wird, wird nicht übernommen.
Danach wird die Seite tatsächlich benutzt und nicht nur betrachtet: auf dem Handy, mit langsamer Verbindung, mit der Tastatur statt der Maus. Dazu kommen automatische Prüfungen, die bei jeder Änderung noch einmal durchlaufen. Und am Schluss steht Ihre Freigabe, bevor irgendetwas online geht.
Eine Frage, die Sie jeder Agentur stellen dürfen: Wenn Ihnen jemand erzählt, KI baue Webseiten inzwischen allein, fragen Sie, wer haftet, wenn das Impressum fehlt oder das Kontaktformular Daten verliert. Die Antwort sagt Ihnen mehr über die Agentur als jede Referenzliste. -
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Warum Sie sich damit trotzdem keine Webseite selbst bauen
Das ist der Punkt, an dem wir Ihnen nichts vormachen wollen. Sie könnten es versuchen, und Sie bekämen nach ein paar Abenden auch etwas, das aussieht wie eine Webseite. Der sichtbare Teil ist heute tatsächlich der einfachere geworden.
Was fehlt, ist das, was man nicht sieht: Ladezeit auf einem alten Handy im Funkloch. Bedienbarkeit für Menschen mit Einschränkungen, seit 2025 in vielen Fällen sogar Pflicht. Sicherheitsupdates, Monat für Monat. Datenschutz, Impressum, Cookie-Einwilligung. Sicherungskopien und die Frage, was passiert, wenn morgen etwas ausfällt. Genau diese unsichtbaren Dinge kosten Geld, wenn sie fehlen, und meistens erst dann, wenn es unpassend ist.
Sie kennen das aus Ihrem eigenen Fach: Ein gutes Werkzeug macht aus niemandem einen Fachmann. Es macht einen Fachmann schneller. Das gilt hier genauso. -
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Wo Sie nachlesen, wenn Sie es genau wissen wollen
Falls Sie neugierig geworden sind: Die Hersteller dokumentieren ihre Werkzeuge selbst, und das ist die einzige Quelle, die aktuell bleibt. Rechnen Sie mit Entwicklersprache und mit englischen Texten.
- ✓Codex bei OpenAI, die offizielle Dokumentation des Herstellers
- ✓GitHub Copilot bei GitHub, ebenfalls offiziell und sehr ausführlich
- ✓Claude Code bei Anthropic, die Dokumentation zum Werkzeug von Anthropic
- ✓Auf Deutsch und ohne Verkaufsinteresse: die BSI-Themenseite zu Künstlicher Intelligenz
Nichts davon müssen Sie lesen. Diese Seite ist vollständig auch ohne.
Woran Sie merken, dass es geklappt hat
Typische Stolpersteine
„Wenn die KI den Code schreibt, muss meine Webseite doch fast nichts mehr kosten."
„Dann kann ich das doch auch selbst machen."
„Schreibt die KI dann auch die Texte meiner Webseite?"
„Landen meine Projektdaten dann bei irgendeinem KI-Anbieter?"
„Ich habe im Netz gelesen, dass KI-Code voller Sicherheitslücken steckt."
Wenn Sie nicht weiterkommen
Fragen zu dem, was hier steht, oder dazu, wie wir in Ihrem Projekt arbeiten? Schreiben Sie uns über die Nachrichten im Portal. Wir antworten in verständlichem Deutsch und in der Regel innerhalb eines Werktags.
Verwandte Anleitungen
Stand: August 2026. Codex ist ein Produkt von OpenAI, GitHub Copilot eines von GitHub, Claude Code eines von Anthropic. Wir stehen in keiner Verbindung zu diesen Anbietern. Oberflächen und Bezeichnungen ändern sich, maßgeblich ist immer die verlinkte Herstellerdokumentation.