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Campus-Anleitung

E-Mail bei Mittwald: Postfach nutzen und einrichten

Ihre geschäftliche E-Mail-Adresse liegt bei Mittwald. Sie können sie sofort im Browser nutzen oder in Outlook, Apple Mail und auf dem Handy einbinden. Diese Anleitung führt Sie durch beides und durch die drei Einstellungen, nach denen am häufigsten gefragt wird.

Etwa 25 Minuten Schwierigkeit: mittel Stand: August 2026 11 Schritte

Worum es geht

Eine E-Mail-Adresse mit Ihrem eigenen Namen wirkt professioneller als eine bei einem Freemail-Anbieter, und sie gehört zu Ihrem Betrieb, nicht zu einem fremden Konto. Bei Mittwald liegt sie in einem Postfach, das Sie auf zwei Wegen erreichen: im Browser über das Webmail oder eingebunden in Ihr E-Mail-Programm.

Nach dieser Anleitung nutzen Sie Ihr Postfach im Browser, haben es auf mindestens einem Gerät eingerichtet, verstehen den Unterschied zwischen IMAP und POP3 und können Weiterleitung, Abwesenheitsnotiz und Spam-Ordner selbst bedienen.

Wir schreiben hier bewusst keine Serveradressen hin

Posteingangs- und Postausgangsserver, Ports und Verschlüsselung hängen an Ihrem Projekt und können sich ändern. Aus dem Gedächtnis hingeschriebene Werte wären in ein paar Monaten falsch und würden Sie nur ärgern. Die gültigen Angaben stehen beim Postfach im mStudio und in der Hilfe von Mittwald, und wir suchen sie Ihnen auf Wunsch heraus.

Was Sie vorher brauchen

Ohne diese Dinge stehen Sie mitten in der Einrichtung still. Legen Sie sie vorher bereit.

  • Ihre vollständige E-Mail-Adresse. Also nicht nur der Teil vor dem At-Zeichen, sondern die ganze Adresse. Sie ist beim Anmelden fast immer auch der Benutzername.
  • Das Passwort dieses Postfachs. Das ist ein anderes als das Ihres Mittwald-Kontos. Vergeben und ändern können Sie es im mStudio, wir kennen es nicht.
  • Die aktuellen Serverdaten, falls Ihr Programm sie nicht selbst findet. Woher Sie die bekommen, steht in Schritt 4.
  • Das Gerät, auf dem die Mails ankommen sollen. Rechner, Handy oder beides. Mit IMAP können Sie später jederzeit weitere Geräte hinzunehmen.
  • Etwa 25 Minuten. Das Webmail läuft in fünf Minuten, die Einrichtung im Programm dauert länger, besonders beim ersten Mal.
  • Noch gar kein Postfach? Dann legen wir Ihnen eines an. Eine kurze Nachricht über Nachrichten genügt, das ist Teil der Betreuung.
0 von 11 Schritten erledigt

Die Schritte

Haken Sie ab, was erledigt ist. Ihr Stand bleibt in diesem Browser gespeichert, Sie können also jederzeit aufhören und später weitermachen.

  1. Das Webmail öffnen und anmelden

    Rufen Sie webmail.mittwald.de auf. Melden Sie sich mit Ihrer vollständigen E-Mail-Adresse und dem Passwort dieses Postfachs an.

    Verwechseln Sie das nicht mit dem mStudio: Dort melden Sie sich mit Ihrem Mittwald-Konto an, hier mit der E-Mail-Adresse selbst. Zwei verschiedene Türen, zwei verschiedene Schlüssel.

    Der schnellste Test überhaupt

    Wenn die Anmeldung im Webmail klappt, sind Adresse und Passwort richtig. Streikt später Ihr Mail-Programm, wissen Sie damit sofort: Das Postfach ist in Ordnung, der Fehler steckt in den Einstellungen des Programms.

  2. Sich im Webmail zurechtfinden

    Schreiben Sie zur Übung eine Mail an sich selbst. Sehen Sie sich dabei an, wo der Posteingang, die gesendeten Nachrichten, der Papierkorb und der Spam-Ordner stehen und wo die Suche liegt.

    Das Webmail ist Ihr Notausgang. Es funktioniert an jedem Rechner mit Internet, ohne dass irgendetwas eingerichtet werden muss. Für unterwegs, für den Urlaub und für den Tag, an dem das Mail-Programm klemmt.

  3. IMAP oder POP3 entscheiden

    IMAP lässt Ihre E-Mails auf dem Server liegen und zeigt sie auf jedem Gerät gleich an. POP3 holt die E-Mails auf ein Gerät herunter und löscht sie üblicherweise vom Server.

    Deshalb ist IMAP fast immer die richtige Wahl: Was Sie am Rechner löschen oder in einen Ordner schieben, sieht auf dem Handy genauso aus, und Ihre Post ist bei einem Geräteschaden nicht weg. POP3 ergibt nur noch in Sonderfällen Sinn, etwa wenn ein einziger alter Rechner alles abholen und der Server leer bleiben soll.

    Nicht mittendrin wechseln

    Wenn ein Gerät schon Jahre per POP3 abholt, liegt Ihre Post nur dort. Stellen Sie in dem Fall nicht einfach um, sondern schreiben Sie uns vorher. Sonst riskieren Sie, dass alte Mails verschwinden.

  4. Die Serverdaten besorgen

    Viele Programme finden die richtigen Einstellungen von allein, sobald Sie Adresse und Passwort eingeben. Klappt das nicht, fragt das Programm nach Posteingangsserver, Postausgangsserver, Ports und Verschlüsselung.

    Diese Werte schreiben wir hier bewusst nicht aus dem Gedächtnis hin. Sie hängen an Ihrem Projekt und ändern sich. Sie finden die gültigen Angaben beim Postfach im mStudio und in der unten verlinkten Hilfe von Mittwald. Und wenn Sie keine Lust auf die Suche haben: Schreiben Sie uns über Nachrichten, dann suchen wir sie heraus und schicken sie Ihnen.

  5. Das Konto im Mail-Programm anlegen

    Der Weg ist überall derselbe: In den Einstellungen Ihres Programms den Bereich für Konten öffnen und ein neues Konto hinzufügen. In Outlook, in Apple Mail, in Thunderbird und in der Mail-App Ihres Handys heißt das jeweils etwas anders, gemeint ist immer dasselbe.

    Wählen Sie als Kontotyp IMAP, tragen Sie Ihre vollständige E-Mail-Adresse als Benutzernamen ein und danach das Passwort des Postfachs. Wenn das Programm nach dem Anbieter fragt, ist die Antwort nicht Outlook oder Google, sondern ein anderes Konto beziehungsweise die manuelle Einrichtung.

    Anzeigename nicht vergessen

    Der Anzeigename ist das, was Ihre Empfänger im Posteingang sehen. Schreiben Sie dort Ihren Betriebsnamen und Ihren Namen hin, nicht Handy oder iPhone von jemandem. Das ist eine Kleinigkeit mit erstaunlich großer Wirkung.

  6. Auf verschlüsselte Verbindung achten

    Beim Posteingang und beim Postausgang muss die Verbindung verschlüsselt sein. In den Einstellungen heißt das je nach Programm SSL, TLS oder SSL/TLS. Eine Einstellung ohne Verschlüsselung wählen Sie bitte nie.

    Achten Sie außerdem darauf, dass beim Postausgang die Anmeldung eingeschaltet ist. Fehlt sie, kommen E-Mails zwar an, aber Sie können keine verschicken. Das ist mit Abstand der häufigste Einrichtungsfehler.

  7. Beide Richtungen testen

    Schicken Sie eine Mail an sich selbst und lassen Sie sich eine von außen schicken, zum Beispiel von Ihrer privaten Adresse. Kommt beides an, ist die Einrichtung fertig.

    Klappt nur eine Richtung, wissen Sie schon, wo Sie suchen müssen: Fehlender Empfang deutet auf den Posteingang, fehlender Versand fast immer auf den Postausgang und die Anmeldung dort.

  8. Eine Weiterleitung einrichten

    Eine Weiterleitung schickt eingehende E-Mails automatisch an eine zweite Adresse. Praktisch, wenn info@ bei Ihnen und bei einer Kollegin ankommen soll oder wenn Sie eine selten genutzte Adresse mitlesen wollen.

    Weiterleitungen richten Sie im mStudio beim jeweiligen Postfach ein. Suchen Sie dort den Bereich für E-Mail beziehungsweise das Postfach und darin die Einstellung für Weiterleitung. Entscheiden Sie dabei bewusst, ob eine Kopie im ursprünglichen Postfach liegen bleiben soll.

    Keine Weiterleitung im Kreis

    Leiten Sie niemals A an B und gleichzeitig B an A weiter. Solche Schleifen erzeugen in kurzer Zeit tausende Mails und legen beide Postfächer lahm. Wenn Sie unsicher sind, richten wir die Weiterleitung für Sie ein.

  9. Die Abwesenheitsnotiz vorbereiten

    Die automatische Antwort für Urlaub oder Betriebsferien stellen Sie ebenfalls beim Postfach ein, im mStudio oder im Webmail. Suchen Sie dort nach Abwesenheit, Urlaub oder automatischer Antwort.

    Setzen Sie immer einen Zeitraum mit Anfang und Ende, sonst antwortet das Postfach noch im Herbst mit Ihrer Sommernachricht. Schreiben Sie kurz hinein, bis wann Sie weg sind, wann Sie sich melden und wer im Notfall erreichbar ist.

    Nicht zu viel verraten

    Die Abwesenheitsnotiz geht an jeden, der schreibt, auch an Fremde. Die private Handynummer und der Hinweis, dass der Betrieb drei Wochen leer steht, gehören dort nicht hinein.

  10. Spam in beide Richtungen im Blick behalten

    Werfen Sie ein- bis zweimal pro Woche einen Blick in den Spam-Ordner. Kein Filter arbeitet fehlerfrei, und ausgerechnet die Anfrage eines neuen Kunden landet gern dort. Was fälschlich einsortiert wurde, verschieben Sie zurück in den Posteingang.

    Auch die andere Richtung zählt: Wenn Ihre eigenen E-Mails bei Empfängern im Spam landen, liegt das meist an technischen Einträgen in Ihrer Domain, mit denen Ihre Mails als echt ausgewiesen werden. Diese Einträge prüfen und setzen wir für Sie, schreiben Sie uns einfach.

  11. Das Postfach schlank halten

    Jedes Postfach hat eine Größe, und es zählt auf den Speicherplatz Ihres Projekts ein. Voll wird es fast immer durch Anhänge, durch einen nie geleerten Papierkorb und durch einen Spam-Ordner, der seit Jahren mitwächst.

    Leeren Sie darum regelmäßig Papierkorb und Spam-Ordner und legen Sie große Anhänge, die Sie behalten wollen, besser in Dateien ab. Ein volles Postfach nimmt keine E-Mails mehr an, und der Absender bekommt eine Fehlermeldung statt einer Antwort.

IMAP und POP3 auf einen Blick

Falls Sie sich das später noch einmal in Ruhe ansehen wollen.

Empfehlung

IMAP

Die E-Mails bleiben auf dem Server. Alle Geräte zeigen denselben Stand: Was Sie am Rechner löschen, ist auch auf dem Handy weg. Geht ein Gerät kaputt, ist Ihre Post trotzdem da. Für praktisch jeden Betrieb die richtige Wahl.

Sonderfall

POP3

Die E-Mails werden auf ein Gerät heruntergeladen und üblicherweise vom Server gelöscht. Zweite Geräte sehen dann nichts mehr. Sinnvoll nur, wenn genau ein Rechner alles einsammeln und der Server bewusst leer bleiben soll.

Woran Sie merken, dass es geklappt hat

Wenn Sie diese sechs Punkte abhaken können, ist Ihr Postfach einsatzbereit.

Typische Stolpersteine

Fünf Situationen, die uns fast jede Woche begegnen.

Ich empfange E-Mails, kann aber keine verschicken

Der Klassiker. Der Posteingang ist richtig eingestellt, beim Postausgang fehlt die Anmeldung oder die Verschlüsselung.

Lösung: Öffnen Sie in Ihrem Programm die Servereinstellungen für den Postausgang und schalten Sie dort die Anmeldung ein, mit denselben Zugangsdaten wie beim Posteingang. Prüfen Sie zugleich, ob eine verschlüsselte Verbindung eingestellt ist. Bleibt es dabei, testen Sie den Versand im Webmail: Klappt es dort, liegt es sicher am Programm.

Das Passwort wird nicht angenommen, obwohl es stimmt

Meist wird das falsche Passwort verwendet. Das Mittwald-Konto und das einzelne Postfach haben getrennte Passwörter. Der zweite Klassiker: Als Benutzername steht nur der Teil vor dem At-Zeichen im Feld statt der vollständigen Adresse.

Lösung: Testen Sie zuerst die Anmeldung im Webmail. Klappt sie dort, tragen Sie im Programm die vollständige E-Mail-Adresse als Benutzernamen ein. Klappt sie auch im Webmail nicht, setzen Sie das Postfach-Passwort im mStudio neu.

Auf dem Handy sehe ich andere E-Mails als am Rechner

Dann holt eines der beiden Geräte die Mails per POP3 ab und nimmt sie vom Server. Das andere Gerät bekommt sie deshalb nie zu sehen.

Lösung: Prüfen Sie auf beiden Geräten den Kontotyp. Ziel ist überall IMAP. Bevor Sie ein bestehendes POP3-Konto entfernen, sichern Sie die dort liegenden alten E-Mails oder schreiben Sie uns, damit nichts verloren geht.

Meine E-Mails landen bei Kunden im Spam

Das liegt selten am Text und fast immer an der Technik dahinter. Zu Ihrer Domain gehören Einträge, die einer empfangenden Stelle bestätigen, dass Ihre E-Mails wirklich von Ihnen stammen. Fehlen sie oder sind sie falsch, sortieren viele Anbieter vorsichtshalber aus.

Lösung: Schreiben Sie uns über Nachrichten, wir prüfen und setzen diese Einträge. Vermeiden Sie in der Zwischenzeit große Anhänge, reine Bild-E-Mails und Betreffzeilen in Großbuchstaben mit vielen Ausrufezeichen.

Der Einrichtungsassistent sieht bei mir völlig anders aus

Das ist normal. Outlook, Apple Mail und die Mail-Apps der Handys werden ständig überarbeitet, und jede Version fragt in anderer Reihenfolge. Deshalb steht hier, welche Angaben gebraucht werden, und nicht, welcher Knopf wo sitzt.

Lösung: Halten Sie sich an die Angaben: vollständige Adresse, Passwort, IMAP, verschlüsselte Verbindung, Anmeldung auch beim Postausgang. Die aktuelle Schrittfolge Ihres Programms steht in dessen Hilfe, die zu Mittwald in der unten verlinkten Hilfe. Oder Sie machen es sich leicht und wir gehen es gemeinsam durch.

Offizielle Hilfe von Mittwald

Die gültigen Serverdaten und der aktuelle Weg durch die Oberfläche stehen dort, nicht hier.

Stand: August 2026. Oberflächen fremder Anbieter ändern sich laufend, und das gilt für Mittwald genauso wie für Outlook, Apple Mail und die Mail-Apps der Handys. Wenn etwas bei Ihnen anders heißt oder anders aussieht, gilt immer die offizielle Hilfe des jeweiligen Anbieters, nicht diese Anleitung.

Wenn Sie nicht weiterkommen

E-Mail-Einrichtung ist der Punkt, an dem selbst geduldige Menschen die Lust verlieren. Sie müssen das nicht allein durchstehen, und es ist auch keine Schwäche, hier abzugeben.

Wir richten es für Sie ein Ein neues Postfach, die aktuellen Serverdaten, eine Weiterleitung oder die Abwesenheitsnotiz: Sagen Sie kurz Bescheid. Auf Wunsch gehen wir es gemeinsam am Bildschirm durch.
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Das passt zu dem, was Sie gerade gelernt haben.

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