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Campus-Anleitung

WordPress: Inhalte selbst pflegen

Neue Öffnungszeiten, ein anderes Foto, ein Satz, der so nicht mehr stimmt: Solche Kleinigkeiten müssen Sie nicht bei uns beauftragen. Diese Anleitung zeigt Ihnen, wie Sie sie in ein paar Minuten selbst erledigen, ohne dabei etwas kaputtzumachen.

Etwa 30 Minuten Schwierigkeit: mittel Stand: August 2026 11 Schritte

Worum es geht

WordPress ist das Programm, mit dem viele Webseiten verwaltet werden. Sie melden sich an, ändern Texte und Bilder und veröffentlichen. Das Aussehen bleibt dabei unangetastet, dafür sorgt das Design, das für Sie eingerichtet wurde.

Nach dieser Anleitung können Sie sich anmelden, kennen den Unterschied zwischen Seiten und Beiträgen, ändern Texte, tauschen Bilder aus, passen das Menü an, sehen sich alles in der Vorschau an und veröffentlichen. Außerdem wissen Sie, welche zwei Dinge Sie besser nicht nebenbei tun.

Was Sie vorher brauchen

Wenig, aber ohne das Erste geht gar nichts.

  • Ihre Zugangsdaten für WordPress. Benutzername oder E-Mail-Adresse und Passwort. Das sind andere Daten als bei Mittwald. Fehlen sie Ihnen, schreiben Sie uns über Nachrichten.
  • Die Texte, die Sie ändern wollen, möglichst schon fertig getippt. Im Editor zu formulieren ist mühsamer, als einen fertigen Absatz einzufügen.
  • Ihre Bilder als Datei auf dem Rechner. Echte Fotos aus dem Betrieb wirken besser als gekaufte Stockbilder. Zum Format kommen wir in Schritt 6.
  • Einen Rechner. Vom Handy aus geht es zur Not, aber der Editor ist für einen großen Bildschirm gemacht.
  • Etwa 30 Minuten für den ersten Durchgang. Danach dauert eine kleine Textänderung keine fünf Minuten mehr.
0 von 11 Schritten erledigt

Die Schritte

Haken Sie ab, was erledigt ist. Ihr Stand bleibt in diesem Browser gespeichert, Sie können also jederzeit aufhören und später weitermachen.

  1. Bei WordPress anmelden

    Die Anmeldeseite liegt bei den allermeisten Installationen unter der Adresse Ihrer Webseite mit dem Zusatz /wp-admin. Wenn Ihre Seite also unter ihre-domain.de liegt, dann rufen Sie ihre-domain.de/wp-admin auf.

    Bei manchen Seiten haben wir diese Adresse aus Sicherheitsgründen verlegt. Kommen Sie dort nicht an, fragen Sie uns nach Ihrer Anmeldeadresse, statt lange zu probieren.

    Lesezeichen setzen und Passwort ordentlich ablegen

    Legen Sie sich ein Lesezeichen an und speichern Sie das Passwort in einem Passwortmanager. Ein WordPress-Zugang ist ein beliebtes Ziel: Nehmen Sie ein langes, einmaliges Passwort und keines, das Sie anderswo schon verwenden.

  2. Sich im Verwaltungsbereich umsehen

    Nach der Anmeldung stehen Sie im sogenannten Dashboard. Links läuft eine Leiste mit den Bereichen, die Sie brauchen: Seiten, Beiträge, Medien für Ihre Bilder, Design für Menü und Aussehen, dazu Plugins und Einstellungen.

    Klicken Sie sich einmal in Ruhe durch, ohne etwas zu speichern. Solange Sie nur schauen, kann nichts passieren.

    Bei Ihnen sieht es anders aus als bei jemand anderem

    Wie viele Einträge Sie in der Leiste sehen, hängt von Ihrem Design, Ihren Erweiterungen und Ihren Rechten ab. Wenn eine hier genannte Bezeichnung bei Ihnen fehlt oder anders heißt, ist das kein Fehler.

  3. Seiten und Beiträge auseinanderhalten

    Seiten sind die festen Inhalte Ihrer Webseite, die dauerhaft stehen bleiben: Startseite, Leistungen, Über uns, Kontakt, Impressum. Sie haben kein Datum und stehen meist im Menü.

    Beiträge sind datierte Einträge, die nacheinander erscheinen: Neuigkeiten, Aktionen, Referenzen, Ratgebertexte. Sie landen automatisch in einer Liste, die neueste zuerst.

    Faustregel: Was in einem Jahr noch genauso stimmen soll, ist eine Seite. Was ein Datum trägt, ist ein Beitrag.

  4. Eine Seite zum Bearbeiten öffnen

    Öffnen Sie den Bereich Seiten, suchen Sie die gewünschte Seite in der Liste und wählen Sie Bearbeiten. Danach sind Sie im Editor und sehen Ihren Inhalt.

    WordPress arbeitet heute mit Blöcken: Jeder Absatz, jede Überschrift und jedes Bild ist ein eigener kleiner Baustein, den Sie anklicken, ändern und verschieben können. Ältere Seiten laufen manchmal noch mit dem klassischen Editor oder mit einem zusätzlichen Baukasten, dann sieht die Bedienung anders aus, das Prinzip bleibt gleich.

    Sie haben einen Rückgängig-Knopf

    Der Editor merkt sich Ihre letzten Änderungen und macht sie auf Wunsch rückgängig, Sie kennen das aus Word. Solange Sie nicht gespeichert haben, ändert sich an der veröffentlichten Seite ohnehin nichts.

  5. Text ändern und richtig gliedern

    Klicken Sie in einen Absatz und schreiben Sie einfach los. Für einen neuen Absatz drücken Sie die Eingabetaste, für eine neue Überschrift fügen Sie einen Block vom Typ Überschrift ein.

    Halten Sie sich an eine einfache Ordnung: Eine Seite hat genau eine Hauptüberschrift, darunter kommen Zwischenüberschriften. Machen Sie eine Zeile nicht einfach nur fett, wenn sie eine Überschrift sein soll. Für Suchmaschinen und für Menschen mit Vorlesesoftware ist der Unterschied wichtig.

    Schreiben Sie kurze Sätze und kurze Absätze. Am Bildschirm liest niemand einen Textblock von zwölf Zeilen.

  6. Bilder einfügen und richtig benennen

    Bereiten Sie das Bild vor, bevor Sie es hochladen. Zwei Dinge zählen: die Größe und der Dateiname. Ein Foto direkt aus der Kamera hat oft mehrere Megabyte und bremst Ihre Seite spürbar aus. Eine Breite von etwa 1600 bis 2000 Bildpunkten reicht für die meisten Stellen völlig.

    Geben Sie der Datei vor dem Hochladen einen sprechenden Namen. Also nicht IMG_4821.jpg, sondern zum Beispiel dachdecker-bremen-werkstatt.jpg. Kleinbuchstaben, Bindestriche statt Leerzeichen, keine Umlaute.

    Fügen Sie dann einen Bild-Block ein, laden Sie die Datei hoch und tragen Sie den Alternativtext ein. Der beschreibt in einem kurzen Satz, was zu sehen ist. Blinde Menschen bekommen ihn vorgelesen, Suchmaschinen lesen ihn mit, und wenn ein Bild einmal nicht lädt, steht er an dessen Stelle.

    Nur Bilder verwenden, die Ihnen gehören

    Nehmen Sie eigene Fotos oder Bilder, für die Sie eine Lizenz haben. Ein schnell aus der Bildersuche kopiertes Foto kann eine teure Abmahnung nach sich ziehen. Im Zweifel fragen Sie uns lieber einmal zu viel.

  7. Links setzen

    Markieren Sie das Wort oder die Wortgruppe, die verlinkt werden soll, und wählen Sie im Werkzeugbalken das Link-Symbol. Für eine eigene Seite tippen Sie deren Titel und wählen sie aus der Vorschlagsliste, für eine fremde Seite fügen Sie die vollständige Adresse ein.

    Schreiben Sie sprechende Linktexte. Also lieber unsere Leistungen im Detail als hier klicken. Dass ein Link in einem neuen Fenster aufgeht, sollten Sie sparsam einsetzen, im Grunde nur bei fremden Seiten und bei Dokumenten.

  8. Vorschau ansehen und veröffentlichen

    Schauen Sie sich Ihre Änderung erst in der Vorschau an, bevor Sie sie freigeben. Der Editor bietet dafür eine Vorschaufunktion, meist mit der Möglichkeit, zwischen Rechner, Tablet und Handy umzuschalten.

    Sind Sie zufrieden, veröffentlichen Sie. Bei einer bereits bestehenden Seite heißt der Knopf Aktualisieren, bei einer neuen Veröffentlichen. Rufen Sie danach Ihre Seite ganz normal im Browser auf und prüfen Sie das Ergebnis noch einmal am Handy.

    Erst als Entwurf speichern, wenn Sie unsicher sind

    Sie können jede Änderung als Entwurf sichern und später fertigstellen. Und falls doch einmal etwas schiefgeht: WordPress legt Zwischenstände an, aus denen sich eine frühere Fassung zurückholen lässt. Sagen Sie uns Bescheid, wir holen sie im Zweifel für Sie zurück.

  9. Das Menü anpassen

    Hier gibt es je nach Design zwei verschiedene Wege, und welcher bei Ihnen gilt, sehen Sie sofort. Bei den meisten älteren Designs finden Sie das Menü im Bereich Design unter dem Punkt Menüs: Dort hängen Sie Seiten in eine Liste ein, ziehen sie in die richtige Reihenfolge und speichern.

    Neuere Designs bearbeiten das Menü stattdessen im Website-Editor, zusammen mit Kopf- und Fußbereich der Seite. Dort klicken Sie die Navigation direkt an und ändern sie an Ort und Stelle.

    Halten Sie das Menü kurz. Fünf bis sieben Einträge kann man erfassen, zwölf nicht mehr.

    Impressum und Datenschutz müssen erreichbar bleiben

    Beide müssen von jeder Seite aus mit wenigen Klicks auffindbar sein, üblicherweise im Fußbereich. Nehmen Sie diese Punkte bitte nie aus dem Menü, auch nicht versehentlich beim Aufräumen.

  10. Aktualisierungen niemals ohne Sicherung

    WordPress meldet regelmäßig, dass für das System selbst, für das Design oder für Erweiterungen eine neue Fassung bereitsteht. Diese Aktualisierungen sind wichtig, weil sie Sicherheitslücken schließen. Aber sie können auch etwas verschieben oder eine Funktion lahmlegen.

    Deshalb gilt die Reihenfolge: erst eine Sicherung, dann aktualisieren, danach die Seite durchklicken. Und niemals kurz vor dem Feierabend oder am Freitagnachmittag.

    Am besten überlassen Sie das uns

    Wenn wir Ihre Seite betreuen, gehören Sicherung und Aktualisierung zu unserer Arbeit. Sie müssen den blauen Punkt in der Leiste dann gar nicht beachten. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob das bei Ihnen so vereinbart ist, fragen Sie kurz nach, bevor Sie selbst auf Aktualisieren drücken.

  11. Mit Plugins sparsam sein

    Plugins sind Erweiterungen, die WordPress etwas beibringen, das es von Haus aus nicht kann. Sie sind schnell installiert, und genau darin liegt die Gefahr: Jedes zusätzliche Plugin ist Programmcode von einem fremden Anbieter, der gepflegt werden muss, Ihre Seite verlangsamen kann und eine mögliche Sicherheitslücke mitbringt.

    Installieren Sie darum nichts nebenbei, nur weil eine Anleitung im Netz es empfiehlt. Sagen Sie uns lieber, was fehlt. Oft gibt es dafür eine schlankere Lösung, und wenn wirklich ein Plugin nötig ist, wählen wir eines, das gepflegt wird und zu Ihrer Seite passt.

Seite oder Beitrag? Zum Nachschlagen

Die Entscheidung fällt Ihnen nach ein paar Wochen automatisch. Bis dahin hilft dieser Vergleich.

Bleibt stehen

Seite

Fester Inhalt ohne Datum, meist im Menü verlinkt. Startseite, Leistungen, Über uns, Kontakt, Impressum, Datenschutz.

Sie ändern eine Seite, wenn sich etwas an Ihrem Betrieb ändert, nicht weil ein neues Ereignis dazukommt.

Kommt hinzu

Beitrag

Datierter Eintrag, der sich in eine Liste einreiht. Neuigkeiten, Aktionen, abgeschlossene Projekte, Ratgebertexte.

Sie schreiben einen neuen Beitrag, statt einen alten zu überschreiben. Der alte darf ruhig stehen bleiben.

Woran Sie merken, dass es geklappt hat

Wenn Sie diese sechs Punkte abhaken können, pflegen Sie Ihre Seite selbst.

Typische Stolpersteine

Fünf Dinge, die fast jedem beim ersten Mal passieren.

Ich habe gespeichert, sehe die Änderung auf der Seite aber nicht

Meist zeigt Ihr Browser noch die alte Fassung aus dem Zwischenspeicher, oder auf der Seite arbeitet ein Beschleuniger, der Inhalte zwischenlagert.

Lösung: Laden Sie die Seite mit gedrückter Umschalttaste neu oder öffnen Sie sie in einem privaten Fenster. Ist die Änderung dort zu sehen, war es nur der Zwischenspeicher. Bleibt sie aus, prüfen Sie, ob Sie wirklich Aktualisieren gedrückt haben und nicht nur als Entwurf gespeichert.

Mein Bild ist riesig oder schief abgeschnitten

Das liegt am Seitenverhältnis. Ein Design erwartet an einer bestimmten Stelle ein bestimmtes Format, zum Beispiel breit und flach. Ein hochkant aufgenommenes Handyfoto wird dann automatisch beschnitten, und der Kopf ist weg.

Lösung: Schneiden Sie das Foto vorher grob auf das Format zu, das die Stelle braucht, und verkleinern Sie es dabei auf etwa 1600 bis 2000 Bildpunkte Breite. Wenn Sie unsicher sind, schicken Sie uns das Bild, wir bereiten es auf.

Der Text sieht plötzlich ganz anders aus als der Rest

Fast immer kommt der Text aus Word oder aus einer anderen Webseite und hat unsichtbare Formatierungen mitgebracht: fremde Schriftart, andere Größe, seltsame Abstände.

Lösung: Fügen Sie Text ohne Formatierung ein. Auf Windows geht das mit Strg, Umschalt und V, auf dem Mac mit Befehl, Umschalt und V. Ist es schon passiert, markieren Sie den Absatz und entfernen die Formatierung über die Werkzeuge des Editors.

Nach einer Aktualisierung ist die Seite kaputt

Das kommt vor, wenn ein Design und eine Erweiterung nicht mehr zusammenpassen. Deshalb steht in Schritt 10 so deutlich, dass vorher eine Sicherung gehört.

Lösung: Ändern Sie jetzt nichts mehr und probieren Sie nicht herum, das macht es meist schlimmer. Schreiben Sie uns über Nachrichten, was Sie zuletzt aktualisiert haben. Mit einer Sicherung ist der Zustand von vorher in kurzer Zeit wiederhergestellt.

Mein WordPress sieht anders aus als in dieser Anleitung

Sehr wahrscheinlich. WordPress erscheint mehrmals im Jahr in einer neuen Fassung, und Designs bringen eigene Bearbeitungswege mit. Ein Punkt, der hier Design heißt, kann bei Ihnen woanders stehen.

Lösung: Halten Sie sich an das Ziel, nicht an die Beschriftung. Wenn Sie das Menü ändern wollen, suchen Sie nach Menü oder Navigation, egal in welchem Bereich. Die jeweils aktuelle Beschreibung steht in der unten verlinkten deutschsprachigen Hilfe von WordPress.

Offizielle Hilfe zu WordPress

Dort steht der aktuelle Weg, auch wenn sich die Oberfläche wieder verändert hat.

Stand: August 2026. WordPress und die Designs darauf werden laufend weiterentwickelt, Menüpunkte wandern und heißen um. Wenn bei Ihnen etwas anders aussieht oder anders heißt, gilt immer die offizielle Hilfe von WordPress, nicht diese Anleitung.

Wenn Sie nicht weiterkommen

Sie müssen nichts erzwingen. Wenn eine Änderung nach zehn Minuten immer noch nicht sitzt, ist die Nachricht an uns der schnellere Weg. Und wenn etwas schiefgegangen ist, sagen Sie es ruhig geradeheraus: Wir schimpfen nicht, wir stellen es wieder her.

Lieber einmal fragen Eine Textänderung, ein neues Bild, ein Menüpunkt oder eine Seite, die nach einer Aktualisierung merkwürdig aussieht: Schreiben Sie kurz, wir kümmern uns darum.
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