Onlineshop: WooCommerce oder Shopify
Diese Anleitung hat zwei Teile. Zuerst helfen wir Ihnen bei der Entscheidung zwischen den beiden gängigen Wegen. Danach gehen wir die ersten Schritte durch, und zwar für beide Wege nebeneinander, damit Sie nicht zwei Anleitungen lesen müssen.
Worum es geht
Ein Onlineshop ist keine Webseite mit Warenkorb, sondern ein kleines Geschäft mit allem, was dazugehört: Preise, Versand, Zahlung, Steuern und einige Pflichten, die das Gesetz Ihnen als Händler auferlegt. Die technische Seite ist heute der einfachere Teil.
Nach dieser Anleitung können Sie begründet entscheiden, ob WooCommerce oder Shopify zu Ihrem Betrieb passt, kennen die ersten Einstellungen auf beiden Wegen und wissen, welche Pflichtangaben ein deutscher Shop braucht, bevor er online geht.
Bei einer normalen Firmenseite reichen Impressum und Datenschutzerklärung. Bei einem Shop kommen Widerrufsbelehrung, Preisangaben, Versandangaben und einiges mehr dazu, und Fehler dort werden gern abgemahnt. Wir sind keine Anwaltskanzlei und dürfen Sie nicht rechtlich beraten. Lassen Sie Ihre Texte vor dem Start prüfen, das ist deutlich günstiger als die erste Abmahnung.
Was Sie vorher brauchen
Ehrlich gesagt: Das meiste davon hat nichts mit Technik zu tun, und genau daran scheitern die meisten Shop-Projekte.
- Ihre Produktliste mit Preisen. Name, Beschreibung, Preis, Gewicht und Maße für den Versand, dazu die Bestandsmenge. Ohne diese Liste können Sie nichts einrichten.
- Ein gutes Foto je Produkt, besser mehrere. Im Netz kann niemand etwas anfassen, das Bild ist Ihr Schaufenster.
- Eine Entscheidung zum Versand. Womit verschicken Sie, was kostet das, wie lange dauert es, liefern Sie ins Ausland? Beantworten Sie das vorher auf Papier.
- Klarheit über Ihre Umsatzsteuer. Welche Sätze gelten für Ihre Waren, und sind Sie Kleinunternehmer? Das klärt Ihre Steuerberatung, nicht das Shopsystem.
- Rechtstexte, die zu Ihrem Shop passen. Kopierte Texte von anderen Shops sind der schnellste Weg zu Ärger. Dazu mehr in Schritt 8.
- Zeit im Alltag nach dem Start. Bestellungen packen, Rückfragen beantworten, Retouren abwickeln. Ein Shop macht Arbeit, und zwar jeden Tag.
Teil 1: Welcher Weg passt zu Ihnen?
Beide Wege funktionieren, und beide haben ehrliche Nachteile. Es geht nicht darum, welcher besser ist, sondern welcher zu Ihrem Betrieb passt.
WooCommerce
Sie machen aus Ihrer bestehenden WordPress-Seite einen Shop. Alles bleibt auf Ihrem eigenen Hosting, Sie besitzen die Software und die Daten, und Sie sind für Pflege und Sicherheit verantwortlich.
Passt, wenn Sie schon eine WordPress-Seite haben, laufende Kosten klein halten wollen und jemanden an Ihrer Seite haben, der die Technik pflegt.
Shopify
Sie mieten einen fertigen Shop bei einem Anbieter. Technik, Aktualisierungen und Sicherheit laufen dort im Hintergrund, Sie kümmern sich um Produkte und Verkauf und zahlen dafür jeden Monat.
Passt, wenn Sie schnell und ohne Technikthemen starten wollen, feste Monatskosten in Ordnung finden und mit den Grenzen des Baukastens leben können.
Tarife und Gebühren fremder Anbieter ändern sich, und eine Zahl von heute wäre in einem halben Jahr falsch. Sehen Sie die aktuellen Konditionen immer beim Anbieter selbst nach. Merken Sie sich nur die Richtung: WooCommerce verursacht wenig feste, aber verteilte Kosten, Shopify verursacht kalkulierbare, aber dauerhafte Kosten.
Teil 2: Die ersten Schritte
Jeder Schritt gilt für beide Wege. Wo sich die Bedienung unterscheidet, steht es in den zwei Kästen darunter. Ihr Stand bleibt in diesem Browser gespeichert.
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Ehrlich einschätzen, was Sie brauchen
Beantworten Sie vier Fragen auf einem Blatt Papier: Wie viele Produkte verkaufen Sie? Wie viel Zeit haben Sie pro Woche für den Shop? Wie wohl fühlen Sie sich mit Technik? Und wie viel darf der Shop monatlich kosten, ohne dass es weh tut?
Wenn Sie zwanzig Produkte haben und ohnehin schon eine WordPress-Seite betreuen lassen, spricht viel für WooCommerce. Wenn Sie allein arbeiten, sofort loslegen wollen und Technik Ihnen ein Graus ist, spricht viel für Shopify.
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Den Weg wählen und einrichten
Treffen Sie jetzt die Entscheidung und richten Sie die Grundlage ein. Danach lohnt ein Wechsel kaum noch, weil Produkte, Texte und Einstellungen daran hängen.
Bei WooCommerceWooCommerce ist eine Erweiterung für WordPress und wird in Ihrer bestehenden Installation hinzugefügt. Danach führt Sie ein Einrichtungsassistent durch die Grundangaben. Wenn wir Ihre Seite betreuen, übernehmen wir die Installation, damit sie zu Ihrem Design und Ihrem Hosting passt.
Bei ShopifySie legen beim Anbieter ein Konto an und starten in der Regel mit einem Testzeitraum. Der Shop bekommt zunächst eine Adresse beim Anbieter, Ihre eigene Domain hängen Sie später ein. Prüfen Sie in dieser Testzeit ruhig alles durch, bevor Sie sich binden.
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Grundeinstellungen setzen
Bevor Sie das erste Produkt anlegen, gehören die Rahmendaten gesetzt: Firmensitz und Adresse, Währung Euro, Sprache Deutsch, Maßeinheiten in Kilogramm und Zentimeter sowie die Länder, in die Sie verkaufen.
Beschränken Sie sich am Anfang auf Deutschland oder auf den deutschsprachigen Raum. Verkauf ins übrige Ausland bringt zusätzliche Steuer- und Versandthemen mit, die Sie nicht nebenbei erledigen wollen.
Bei WooCommerceDie Rahmendaten stehen in den Einstellungen von WooCommerce, meist gleich im ersten Reiter mit dem Firmensitz und den Verkaufsländern.
Bei ShopifyDie Rahmendaten stehen im Bereich Einstellungen unter den allgemeinen Angaben zu Ihrem Unternehmen sowie bei den Versandzielen.
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Steuern einstellen
In Deutschland gilt für Verbraucher: Der angezeigte Preis ist der Endpreis inklusive Umsatzsteuer. Stellen Sie Ihr System deshalb so ein, dass Sie Bruttopreise eingeben und Bruttopreise angezeigt werden, und hinterlegen Sie den Steuersatz, der für Ihre Waren gilt. Für die meisten Waren ist das der Regelsatz, für bestimmte Güter wie viele Lebensmittel und Bücher gilt der ermäßigte Satz.
Sind Sie Kleinunternehmer, weisen Sie keine Umsatzsteuer aus und brauchen dafür einen entsprechenden Hinweis im Shop. Welche Sätze für Ihr Sortiment gelten und wie der Hinweis lauten muss, sagt Ihnen Ihre Steuerberatung. Wir dürfen und wollen das nicht für Sie entscheiden.
Bei WooCommerceIn den Einstellungen gibt es einen eigenen Bereich für Steuern. Dort schalten Sie die Steuerberechnung ein, wählen die Eingabe inklusive Steuer und pflegen die Sätze in den Steuertabellen.
Bei ShopifyIm Einstellungsbereich für Steuern legen Sie fest, dass Ihre Preise die Steuer bereits enthalten, und ordnen Ihren Produkten die passende Kategorie beziehungsweise den passenden Satz zu.
Steuern sind kein BauchgefühlEin falsch eingestellter Steuersatz fällt oft erst beim Jahresabschluss auf, und dann müssen Sie ihn aus eigener Tasche nachzahlen. Lassen Sie die Einstellung einmal von Ihrer Steuerberatung ansehen, bevor die erste echte Bestellung kommt.
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Das erste Produkt anlegen
Legen Sie ein einziges Produkt an und machen Sie es richtig, statt zwanzig halbfertige einzupflegen. Dazu gehören: ein klarer Name, eine Beschreibung, die die Fragen Ihrer Kundschaft beantwortet, mindestens ein gutes Foto, der Bruttopreis, der Bestand sowie Gewicht und Maße für die Versandberechnung.
Gibt es Ihr Produkt in Größen oder Farben, legen Sie diese als Varianten des einen Produkts an und nicht als getrennte Produkte. Wird Ihre Ware nach Gewicht, Volumen, Länge oder Fläche verkauft, gehört zusätzlich der Grundpreis dazu, also zum Beispiel der Preis je Kilogramm oder je Liter.
Bei WooCommerceIm Verwaltungsbereich gibt es einen eigenen Menüpunkt für Produkte. Beschreibung, Preis, Bestand, Versandmaße und Varianten stehen dort in Reitern unterhalb des Textfelds.
Bei ShopifyIm Bereich Produkte legen Sie ein neues Produkt an. Preis, Bestand, Versandangaben und Varianten stehen untereinander auf derselben Seite.
Schreiben Sie die Beschreibung selbstHerstellertexte stehen wortgleich in hunderten Shops und helfen Ihnen bei Google überhaupt nicht. Zwei eigene Absätze, die erklären, für wen das Produkt gedacht ist und was daran gut ist, sind mehr wert als eine kopierte Datenblattseite.
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Versand einrichten
Legen Sie fest, wohin Sie liefern und was das kostet. Am einfachsten fahren Sie mit einer festen Pauschale je Bestellung für Deutschland, eventuell mit einer Grenze, ab der Sie versandkostenfrei liefern. Gewichtsabhängige Staffeln sind genauer, aber deutlich mühsamer zu pflegen.
Nennen Sie außerdem eine ehrliche Lieferzeit. Lieber drei bis fünf Werktage schreiben und in drei liefern als umgekehrt. Und bieten Sie Abholung an, wenn Sie ein Ladengeschäft haben, das nutzen mehr Leute, als Sie denken.
Bei WooCommerceDer Versand wird über Versandzonen abgebildet: Sie legen eine Zone für Deutschland an und hängen dort die gewünschten Versandarten mit ihren Preisen hinein.
Bei ShopifyIm Einstellungsbereich für Versand richten Sie Versandzonen und Tarife ein und ordnen ihnen Ihre Produkte zu.
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Zahlungsarten einrichten
Bieten Sie zwei bis vier Zahlungsarten an, mehr verwirrt nur. Eine Vorkassemöglichkeit ist schnell eingerichtet und kostet nichts, kostet Sie aber Bestellungen, weil viele Menschen ungern vorab überweisen. Bezahldienste und Kartenzahlung erhöhen die Abschlussquote und kosten pro Verkauf eine Gebühr.
Für jede Bezahlmethode brauchen Sie ein eigenes Konto beim jeweiligen Anbieter. Legen Sie das selbst an: Zugangsdaten für Zahlungsdienste gehören Ihnen und sollten Sie niemandem weitergeben, auch uns nicht.
Bei WooCommerceIn den Einstellungen gibt es einen Bereich für Zahlungen. Überweisung und Nachnahme bringt das System mit, für Bezahldienste und Karten kommt jeweils eine Erweiterung des Anbieters dazu.
Bei ShopifyIm Einstellungsbereich für Zahlungen wählen Sie den Zahlungsanbieter aus und verbinden ihn mit Ihrem Konto. Manuelle Zahlungsarten wie Vorkasse lassen sich dort ebenfalls aktivieren.
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Die Pflichtangaben einbauen
Das ist der Schritt, an dem ein Shop steht oder fällt. Ein deutscher Onlineshop braucht deutlich mehr als eine normale Firmenseite, und die folgenden Punkte sind der Kern. Die vollständige Liste hängt von Ihrem Sortiment ab, darum steht dahinter immer eine fachliche Prüfung.
Kopieren Sie diese Texte niemals aus einem anderen Shop. Sie passen dann nicht zu Ihrem Angebot, und Sie verletzen zusätzlich das Urheberrecht des anderen Händlers. Nutzen Sie stattdessen einen seriösen Anbieter für Rechtstexte oder eine auf Handelsrecht spezialisierte Kanzlei.
Wir sind keine RechtsberatungWas hier steht, ist eine Orientierung, damit Sie wissen, wonach Sie fragen müssen. Es ersetzt keine anwaltliche Prüfung, und wir dürfen sie auch nicht ersetzen. Die Liste finden Sie ausführlich im nächsten Abschnitt.
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Eine echte Testbestellung durchführen
Bestellen Sie in Ihrem eigenen Shop, vom ersten Klick bis zur Bestätigungsmail. Prüfen Sie dabei jede Zahl: Stimmt der Preis, stimmen die Versandkosten, stimmt die Steuer auf der Rechnung, kommt die Bestätigung an und steht darin alles, was hineingehört?
Achten Sie besonders auf die Beschriftung des letzten Knopfes im Bestellvorgang. Er muss eindeutig deutlich machen, dass mit dem Klick eine Zahlungspflicht entsteht, üblicherweise mit den Worten zahlungspflichtig bestellen. Ein Knopf mit der Aufschrift Weiter oder Absenden genügt hier nicht.
Machen Sie den Durchgang außerdem einmal am Handy. Die Mehrheit Ihrer Bestellungen wird von dort kommen.
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Vor dem Start prüfen lassen und live gehen
Bevor Sie den Shop öffentlich machen, holen Sie drei Bestätigungen ein: Ihre Steuerberatung sieht die Steuereinstellungen an, eine Rechtsberatung prüft Ihre Pflichttexte, und wir schauen uns Technik, Ladezeit und Auffindbarkeit an.
Denken Sie außerdem an die Registrierung im Verpackungsregister, wenn Sie Ware in Verpackungen verschicken. Je nach Sortiment kommen weitere Pflichten dazu, etwa bei Elektrogeräten oder Batterien. Auch das gehört in das Gespräch mit Ihrer Rechtsberatung.
Klein anfangen ist keine SchandeStarten Sie mit Ihren zehn wichtigsten Produkten statt mit dem ganzen Sortiment. Sie lernen in den ersten Wochen mehr über Ihre Kundschaft als in jeder Planung, und Sie können nachschärfen, bevor der Aufwand groß wird.
Pflichtangaben für einen Shop in Deutschland
Eine Orientierung, damit Sie wissen, wonach Sie fragen müssen. Keine Rechtsberatung, und je nach Sortiment kommt weiteres hinzu.
- Impressum. Vollständige Anbieterkennzeichnung mit Name, Anschrift, Kontaktmöglichkeit und je nach Rechtsform weiteren Angaben wie Registereintrag und Umsatzsteuer-Identifikationsnummer. Muss von jeder Seite aus leicht erreichbar sein.
- Datenschutzerklärung. Sie muss die Verarbeitungen Ihres Shops abbilden, also auch Zahlungsdienste, Versanddienstleister und alle eingesetzten Auswertungs- oder Marketingwerkzeuge. Für nicht notwendige Cookies und Dienste brauchen Sie zusätzlich eine wirksame Einwilligung.
- Widerrufsbelehrung und Muster-Widerrufsformular. Verbraucher haben bei Bestellungen im Netz grundsätzlich ein Widerrufsrecht. Die Belehrung muss inhaltlich zu Ihren Waren passen, und für bestimmte Waren gelten Ausnahmen.
- Allgemeine Geschäftsbedingungen. Nicht in jedem Fall zwingend vorgeschrieben, aber sinnvoll: Sie regeln Vertragsschluss, Zahlung, Lieferung und Eigentumsvorbehalt und ersparen Ihnen im Streitfall viel Diskussion.
- Preisangaben. Gegenüber Verbrauchern gilt der Endpreis inklusive Umsatzsteuer. Dazu gehört der Hinweis, dass die Umsatzsteuer enthalten ist, sowie eine klare Angabe zu den Versandkosten. Wird nach Gewicht, Volumen, Länge oder Fläche verkauft, kommt der Grundpreis hinzu.
- Versand- und Zahlungsinformationen. Lieferzeiten, Lieferländer, Versandkosten und akzeptierte Zahlungsarten müssen vor dem Bestellabschluss klar erkennbar sein, nicht erst auf der Rechnung.
- Eindeutiger Bestellknopf. Der letzte Klick im Bestellvorgang muss zweifelsfrei die Zahlungspflicht ausdrücken, üblich ist die Beschriftung zahlungspflichtig bestellen. Direkt davor gehört eine Übersicht mit Ware, Preisen, Versandkosten und Gesamtsumme.
- Registrierung im Verpackungsregister. Wer Ware in Verpackungen an Endverbraucher verschickt, muss sich vorher registrieren und die Verpackungen bei einem dualen System beteiligen. Das gilt auch für kleine Mengen.
- Produktbezogene Sonderpflichten. Je nach Sortiment kommen weitere Angaben und Registrierungen hinzu, etwa bei Elektrogeräten, Batterien, Textilien, Kosmetik oder Lebensmitteln. Klären Sie das für Ihre konkreten Waren ab.
- Hinweise zur Verbraucherstreitbeilegung. Ob und in welcher Form Sie hier etwas angeben müssen, hat sich in den vergangenen Jahren geändert. Fragen Sie das bei der rechtlichen Prüfung ausdrücklich mit ab, statt einen alten Textbaustein zu übernehmen.
- Kündigungsmöglichkeit bei Abonnements. Verkaufen Sie Verträge mit laufender Zahlung, etwa Abokisten oder Wartungspakete, gelten zusätzliche Vorgaben für einen leicht auffindbaren Kündigungsweg im Shop.
Woran Sie merken, dass es geklappt hat
Diese sieben Punkte sollten stimmen, bevor der Shop öffentlich wird.
Typische Stolpersteine
Fünf Fehler, die kleine Shops immer wieder machen.
Die Rechtstexte sind aus einem anderen Shop kopiert
Das ist gleich doppelt riskant. Die Texte passen inhaltlich nicht zu Ihrem Sortiment, und Sie greifen zusätzlich in das Urheberrecht des anderen Händlers ein. Abmahnungen in diesem Bereich sind ein eigenes Geschäftsmodell.
Lösung: Nutzen Sie einen seriösen Anbieter für Rechtstexte, der die Texte laufend aktualisiert, oder eine auf Handelsrecht spezialisierte Kanzlei. Das kostet einmal Geld und spart Ihnen im Zweifel ein Vielfaches.
Der Preis im Shop ist ein Nettopreis
Passiert schnell, wenn man aus dem Handel mit Geschäftskunden kommt. Gegenüber Verbrauchern muss der angezeigte Preis aber der Endpreis inklusive Umsatzsteuer sein. Ein Nettopreis im Schaufenster ist ein klassischer Abmahngrund.
Lösung: Stellen Sie das System auf die Eingabe und Anzeige von Bruttopreisen um, bevor Sie Produkte anlegen. Eine Umstellung im Nachhinein bedeutet, dass Sie jeden Preis noch einmal anfassen müssen.
Der Versand kostet mich mehr, als ich berechne
Sehr häufig, weil bei der Kalkulation nur das Porto gezählt wird. Karton, Füllmaterial, Klebeband, Etikett und vor allem Ihre Zeit fehlen in der Rechnung.
Lösung: Packen Sie drei typische Bestellungen und stoppen Sie die Zeit. Rechnen Sie Material und Arbeitszeit ehrlich in Ihre Versandpauschale ein. Wenn Sie versandkostenfrei anbieten wollen, setzen Sie eine Mindestbestellsumme, die das trägt.
Bei WooCommerce sind über die Zeit zwanzig Erweiterungen zusammengekommen
Jede Erweiterung will gepflegt werden, kann die Seite verlangsamen und bringt ein eigenes Sicherheitsrisiko mit. Bei einem Shop wiegt das schwerer als bei einer normalen Webseite, weil hier Kundendaten und Zahlungen im Spiel sind.
Lösung: Fragen Sie bei jeder Erweiterung, ob Sie sie wirklich brauchen oder ob es nur nett wäre. Lassen Sie den Bestand einmal im Jahr durchsehen und Unbenutztes entfernen. Sprechen Sie uns an, bevor Sie etwas installieren.
Die Oberfläche sieht bei mir völlig anders aus als hier beschrieben
Damit ist zu rechnen. WooCommerce und Shopify werden laufend weiterentwickelt, Bereiche werden umbenannt und umgeräumt. Deshalb steht hier, welche Einstellung Sie suchen, und nicht, welcher Knopf wo sitzt.
Lösung: Suchen Sie nach dem Begriff, nicht nach dem Ort: Steuern, Versand, Zahlungen, Produkte. Beide Anbieter haben eine Suche in ihrem Verwaltungsbereich. Der jeweils aktuelle Weg steht in den unten verlinkten offiziellen Hilfen.
Offizielle Hilfen
Dort steht der aktuelle Weg und die aktuelle Preisgestaltung, beides ändert sich regelmäßig.
Stand: August 2026. Oberflächen, Tarife und Gebühren fremder Anbieter ändern sich laufend, und auch die rechtlichen Vorgaben für den Handel im Netz werden regelmäßig angepasst. Wenn etwas bei Ihnen anders aussieht oder anders lautet, gilt immer die offizielle Hilfe des Anbieters und im Rechtlichen die Auskunft Ihrer Beratung, nicht diese Anleitung.
Wenn Sie nicht weiterkommen
Ein Shop ist das größte Projekt in diesem Campus, und es ist völlig normal, dabei irgendwo hängen zu bleiben. Fragen Sie lieber früh als spät, besonders bevor Sie öffentlich gehen.
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