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Backlink

Lexikon Auch: eingehender Link, Verweis 4 Min. Lesezeit
Kurz erklärt

Ein Backlink ist ein Link, der von einer fremden Webseite auf Ihre führt. Suchmaschinen lesen ihn wie eine Empfehlung: Wer von glaubwürdigen Seiten verlinkt wird, gilt als verlässlicher und wird besser gefunden. Entscheidend ist dabei, von wem der Link kommt, nicht wie viele es insgesamt sind.

Was das genau bedeutet

Stellen Sie sich vor, ein Fliesenleger aus Ihrem Ort schreibt auf seiner Webseite: „Die Elektrik machen bei uns immer die Kollegen von Meier Elektrotechnik" und hinterlegt Ihren Firmennamen als Link. Genau das ist ein Backlink. Für einen Menschen ist es eine Empfehlung. Für eine Suchmaschine ist es ein zählbarer Hinweis darauf, dass es Ihren Betrieb wirklich gibt und dass jemand für ihn einsteht.

Deshalb sind nicht alle Links gleich viel wert. Ein Verweis von der Innung, von der Handwerkskammer oder von der Lokalzeitung wiegt schwer, weil diese Seiten selbst einen Ruf zu verlieren haben. Ein Link aus einem Verzeichnis, in dem viertausend Betriebe ohne jeden Zusammenhang nebeneinander stehen, ist eher wie ein Zettel an einem überfüllten schwarzen Brett. Er stört nicht, aber er sagt auch nichts.

Wichtig ist außerdem, welcher Text verlinkt ist. Bei „hier klicken" weiß niemand, was kommt. Bei „Elektroinstallation in Bremen" wissen Leser und Suchmaschine im selben Moment Bescheid. Dieser sichtbare Linktext heißt Ankertext, und er ist der Teil, den Sie beim Bitten um einen Link am ehesten mitbestimmen können.

Warum das für Ihr Unternehmen zählt

Backlinks sind einer der wenigen Teile der Suchmaschinenarbeit, die Sie nicht allein an Ihrer eigenen Webseite erledigen können. Genau das macht sie wertvoll. Texte und Technik kann ein Mitbewerber in zwei Wochen nachbauen. Zwölf Jahre Zusammenarbeit mit Vereinen, Lieferanten und Kammern im Ort kann er nicht nachbauen.

Dazu kommt ein Effekt, der oft übersehen wird: Gute Backlinks bringen echte Menschen. Wer auf der Sponsorenseite des Handballvereins auf Ihren Namen klickt, sucht nicht irgendetwas, sondern kennt Sie bereits über eine Ecke. Solche Besucher fragen deutlich eher an als jemand, der zufällig vorbeisurft.

Und ein dritter Punkt ist neu dazugekommen: KI-Dienste stützen sich stark darauf, was andere Seiten über einen Betrieb schreiben. Wer im Netz nirgends erwähnt und verlinkt wird, taucht in ihren Antworten auch nicht auf.

So gehen Sie vor

  1. Schreiben Sie auf, wer Sie ohnehin kennt. Innung und Kammer, Hersteller, deren Produkte Sie verbauen, Lieferanten mit Partnerliste, der Verein, den Sie ausstatten, Betriebe, mit denen Sie regelmäßig zusammenarbeiten. Zehn bis zwanzig Zeilen genügen für den Anfang.
  2. Prüfen Sie jeden Punkt der Liste. Rufen Sie die jeweilige Seite auf und schauen Sie nach: Steht Ihr Betrieb überhaupt dort? Und ist Ihr Name anklickbar, führt er also auf Ihre Webseite? Sehr oft steht der Name da, aber ohne Link.
  3. Bitten Sie um die Verlinkung. Ein Anruf reicht meist: „Wir stehen bei Ihnen auf der Partnerseite. Könnten Sie unseren Namen auf unsere Webseite verlinken?" Schicken Sie die genaue Adresse gleich per Mail hinterher. Diese Bitte kostet nichts und wird selten abgelehnt.
  4. Geben Sie Anlässe, über die man schreiben kann. Ein Tag der offenen Werkstatt, ein neuer Ausbildungsplatz, eine Aktion für die Grundschule nebenan. Wer im Ort etwas tut, wird erwähnt, und Erwähnungen werden oft von selbst zu Links.
  5. Kontrollieren Sie zweimal im Jahr. In der Google Search Console listet der Bereich „Links" alle Seiten auf, die auf Sie zeigen. Dafür muss Ihre Webseite dort einmal bestätigt worden sein. Das ist ein technischer Schritt, den in der Regel die Person übernimmt, die Ihre Webseite betreut.

Typische Fehler

Vier Annahmen, die in der Praxis regelmäßig Zeit oder Geld kosten.

Kann ich Backlinks einfach kaufen?

Angebote wie „500 Backlinks für 99 Euro" gibt es reichlich. Diese Links stehen auf Seiten, die zu nichts anderem da sind, als Links zu verkaufen. Suchmaschinen kennen dieses Muster seit Jahren. Im besten Fall passiert gar nichts, im schlechteren Fall verlieren Sie Vertrauen, das Sie sich vorher erarbeitet haben.

Sind hundert Links besser als zehn?

Nein. Zehn Verweise von Seiten, die wirklich mit Ihrer Arbeit zu tun haben, wirken stärker als hundert aus wahllosen Verzeichnissen. Die Frage ist nie „wie viele", sondern „von wem und warum".

Reicht es, wenn irgendwo mein Firmenname steht?

Eine Erwähnung ohne Link ist besser als nichts, für KI-Dienste zählt sie sogar mit. Für Suchmaschinen ist der Link aber der eigentliche Beleg. Wenn Sie also ohnehin genannt werden, fragen Sie freundlich nach, ob der Name verlinkt werden kann.

Schaden Links, die ich nie bestellt habe?

In aller Regel nicht. Suchmaschinen ignorieren offensichtlichen Spam von selbst. Es gibt zwar ein Werkzeug, mit dem sich einzelne Links abstreiten lassen, das Disavow. Es ist aber für Ausnahmefälle gedacht. Wer dort in Panik ganze Listen einträgt, entwertet leicht auch die guten Links.

Verwandte Begriffe

Wie wir damit umgehen

Backlinks lassen sich nicht bestellen. Sie entstehen aus Beziehungen, die Sie im Ort ohnehin haben. Deshalb fangen wir bei diesem Thema nie mit Werkzeugen an, sondern mit einer Liste: Wer arbeitet mit Ihnen, wer beliefert Sie, wo sind Sie Mitglied, wen unterstützen Sie. Daraus werden fast immer ein Dutzend Verweise, die vorher nur niemand eingesammelt hat. Erst danach lohnt sich die Frage, welche Verzeichnisse in Ihrer Branche überhaupt noch zählen.

Wer verlinkt eigentlich auf Sie?

Der kostenlose Sichtbarkeits-Check sieht sich Ihre Webseite an und zeigt, wo Sie technisch und inhaltlich stehen. Der Beitrag daneben zeigt, wo lokale Betriebe ihre besten Links herbekommen.

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