KI-Sichtbarkeit
KI-Sichtbarkeit beschreibt, wie oft und auf welche Weise Ihr Betrieb in den Antworten von KI-Diensten vorkommt. Es gibt dabei keine Trefferliste mit Plätzen, sondern nur zwei Zustände: genannt oder nicht genannt. Niemand vergibt diesen Zustand, er ergibt sich daraus, was im Netz eindeutig über Sie zu finden ist.
Was das genau bedeutet
In fast jedem Ort gibt es eine Gruppe im Messenger, in der Nachbarn einander fragen: Wer kennt einen zuverlässigen Dachdecker? Innerhalb einer Stunde fallen drei Namen. Vielleicht ist Ihrer dabei, vielleicht nicht. Sicher ist nur eines: Sie erfahren nie, dass die Frage überhaupt gestellt wurde. KI-Sichtbarkeit ist die Fortsetzung dieser Runde mit anderen Mitteln, jeden Tag, für tausende Fragen.
Sichtbar sein hat dabei Abstufungen. Es gibt die bloße Nennung Ihres Namens im Fließtext. Es gibt die Nennung mit Ihrer Seite als angegebene Quelle. Und es gibt den Fall, dass ein ganzer Satz von Ihnen übernommen wird, ohne dass jemand klicken muss. Alle drei sind Sichtbarkeit, aber nur die mittlere bringt Ihnen Besuch.
Anders als bei einer Suchmaschine gibt es außerdem nicht eine Rangfolge, sondern viele Gespräche nebeneinander. Zwei Dienste können am selben Tag verschiedene Betriebe empfehlen, und derselbe Dienst kann es morgen anders sehen.
Warum das für Ihr Unternehmen zählt
Der erste Kontakt findet ohne Sie statt. Es gibt keinen Besuch auf Ihrer Seite, keine Zeile in Ihrer Besucherstatistik, kein Formular. Dass die Empfehlung stattgefunden hat, merken Sie höchstens am Telefon, wenn jemand sagt: „Sie sind mir vorgeschlagen worden."
Wer genannt wird, ist zugleich vorausgewählt. Die Person vergleicht nicht mehr zehn Anbieter, sondern zwei oder drei. Das ist näher an einer persönlichen Empfehlung als an einem Werbeplatz, und deshalb wiegt eine Nennung schwerer als ein Treffer weit oben in einer Liste.
Wichtig ist dabei die Unbeständigkeit. Weil sich Antworten ändern, sagt eine einzelne Beobachtung fast nichts. Wer daraus Schlüsse zieht, hat sich an einer Momentaufnahme festgehalten. Erst die Wiederholung ergibt ein Bild.
So gehen Sie vor
- Schreiben Sie zehn Fragen auf und ändern Sie sie nicht mehr. Formulieren Sie sie so, wie Kundschaft sie stellen würde, in ganzen Sätzen und mit Ortsbezug. Diese Liste ist Ihr Messgerät. Ein Messgerät, das man ständig verstellt, misst nichts.
- Halten Sie fest, wer stattdessen genannt wird. Notieren Sie die Namen der Betriebe aus jeder Antwort. Diese Namensliste ist oft wertvoller als die Frage nach Ihnen selbst, denn sie zeigt, wer gerade als Standardantwort in Ihrem Gebiet gilt.
- Schauen Sie nach, worauf sich die Antworten stützen. Viele Dienste nennen ihre Quellen. Meist sind es ein Verzeichnis, ein Bewertungsportal, ein Zeitungsartikel oder ein Branchenportal. Genau an diesen Stellen fehlen Sie in der Regel, und dort lässt sich etwas tun.
- Führen Sie eine Tabelle mit vier Spalten. Datum, Frage, Dienst, Ergebnis. Ein Blatt Papier oder eine einfache Tabelle genügt, dafür braucht niemand ein Werkzeug für hundert Euro im Monat.
- Ändern Sie zwischen zwei Messungen nur eine Sache. Ergänzen Sie in einem Durchgang etwa die Preisangaben und lassen Sie alles andere liegen. Sonst wissen Sie beim nächsten Blick zwar, dass sich etwas bewegt hat, aber nicht, wodurch.
Typische Fehler
Vier Missverständnisse, die beim Messen regelmäßig auftreten.
Gibt es eine offizielle Kennzahl dafür?
Nein. Es existiert keine Zahl, die von den Anbietern selbst käme. Werkzeuge, die Ihnen eine Punktzahl anzeigen, haben sie sich ausgedacht, indem sie eigene Fragen stellen und mitzählen. Das kann nützlich sein, ist aber kein Messwert, den irgendjemand bestätigt.
Zwei Kollegen bekommen auf dieselbe Frage andere Antworten. Ist da etwas kaputt?
Nein, das ist normal. Antworten entstehen jedes Mal neu, und Ort, Sprache und der bisherige Gesprächsverlauf spielen hinein. Deshalb messen Sie mehrfach und über mehrere Dienste, statt aus einem Versuch eine Erkenntnis zu machen.
Ich werde genannt, aber es kommt niemand auf meine Seite.
Das ist der Regelfall und kein Fehler. Viele Menschen greifen direkt zum Telefon. Wichtiger als der Klick ist deshalb, dass die genannten Angaben stimmen: Name, Ort, Telefonnummer. Eine Nennung mit alter Nummer ist schlimmer als gar keine.
Reicht es nicht, wenn ich bei Google weit vorn stehe?
Es hilft, garantiert aber nichts. KI-Dienste ziehen ihr Wissen auch aus Bewertungsportalen, Verzeichnissen und Foren, in denen Sie vielleicht gar nicht vorkommen. Ein Betrieb auf Platz eins kann in einer Antwort fehlen, während ein schlechter platzierter genannt wird, weil über ihn mehr geschrieben steht.
Verwandte Begriffe
Wie wir damit umgehen
Wir messen, bevor wir etwas behaupten, und wir zeigen Ihnen die Antworten im Wortlaut, samt der Namen, die statt Ihrer fallen. Diese Namen sind meistens der eigentliche Erkenntnisgewinn eines solchen Termins. Was wir nicht anbieten, ist ein Paket mit dem Versprechen einer festen Nennung, denn dieses Versprechen kann niemand einlösen. Wir können daran arbeiten, dass die Angaben über Sie eindeutig und auffindbar sind. Ob ein Dienst Sie daraufhin empfiehlt, entscheidet er selbst.
Kommen Sie in den Antworten vor?
Auf unserer Seite zur KI-Suche steht, wie wir messen und welche Schritte danach sinnvoll sind. Der kostenlose Sichtbarkeits-Check prüft die Grundlage dafür: ob Ihre Webseite technisch und inhaltlich maschinell lesbar ist.