Meta Business: Facebook- und Instagram-Seite geschäftlich nutzen
Facebook und Instagram gehören beide zu Meta und werden deshalb zusammen verwaltet. Diese Anleitung sorgt dafür, dass die Profile am Ende Ihrem Unternehmen gehören und nicht der Person, die sie eingerichtet hat.
1Worum es geht
Eine Facebook-Seite und ein Instagram-Konto sind schnell angelegt. Der Ärger kommt später: Die Aushilfe hat beides mit ihrem privaten Konto eingerichtet, geht nach zwei Jahren, und niemand kommt mehr an die Profile. Oder die frühere Agentur hat alles unter ihrem eigenen Unternehmenskonto liegen und rückt es beim Wechsel nicht heraus.
Nach dieser Anleitung liegen Ihre Facebook-Seite und Ihr Instagram-Konto in einem Unternehmenskonto, das Ihnen gehört. Mitarbeitende haben Zugriff, aber keinen Besitz. Beide Profile tragen Kontaktangaben und eine Anbieterkennzeichnung, und Sie können Beiträge im Voraus planen.
2Was Sie vorher brauchen
Der vierte Punkt ist der unangenehme. Er ist trotzdem der wichtigste.
- 1Ein persönliches Facebook-Profil. Das lässt sich nicht umgehen: Eine Unternehmensseite wird immer von mindestens einem persönlichen Profil aus verwaltet. Dieses Profil sollte der Inhaberin oder dem Inhaber gehören.
- 2Eine geschäftliche E-Mail-Adresse wie info@ihrefirma.de, auf die auch andere im Betrieb zugreifen können, sowie eine Handynummer für die Absicherung des Zugangs.
- 3Ihre Firmendaten: vollständiger Firmenname mit Rechtsform, Anschrift, Telefonnummer, Webseite, Öffnungszeiten und die Adresse Ihrer Impressumsseite.
- 4Eine Antwort auf die Frage, wer heute Zugriff hat. Gibt es schon eine Seite? Wer hat sie angelegt? Läuft ein Instagram-Konto über eine private Handynummer? Klären Sie das vor dem ersten Klick, sonst bauen Sie ein zweites Profil neben das bestehende.
- 5Bilder: ein Profilbild, meistens Ihr Logo, und ein Titelbild, am besten ein echtes Foto vom Betrieb.
- 6Etwa 75 Minuten. Die Einrichtung selbst ist schnell, die Rollen und die Verknüpfung kosten Zeit, weil Meta die Wege regelmäßig verlegt.
3Die Schritte
Haken Sie ab, was erledigt ist. Ihr Stand wird in diesem Browser gespeichert.
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1
Klären, was es schon gibt und wem es gehört
Suchen Sie bei Facebook und bei Instagram nach Ihrem Firmennamen. Fragen Sie im Betrieb herum, wer wann etwas angelegt hat. Notieren Sie zu jedem gefundenen Profil, mit welchem Konto es verwaltet wird.
- Es gibt nichts: gut, Sie fangen sauber an. Weiter mit Schritt 2.
- Es gibt etwas und Sie kommen heran: übernehmen, nicht neu anlegen.
- Es gibt etwas und niemand kommt heran: Meta hat dafür ein Verfahren, um Zugriff auf eine Seite anzufordern oder eine Seite als nicht autorisiert zu melden. Suchen Sie in der offiziellen Hilfe danach. Das dauert, lohnt sich aber, weil dort Ihre bisherigen Bewertungen und Follower liegen.
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2
Verstehen, wozu Ihr persönliches Profil dient
Ihr persönliches Facebook-Profil ist der Schlüssel, nicht das Schild an der Tür. Sie melden sich damit an, aber Ihre Kundschaft sieht die Unternehmensseite, nicht Ihre Urlaubsfotos.
Sichern Sie dieses persönliche Profil deshalb gut ab: langes, einmaliges Passwort und Zwei-Faktor-Anmeldung. Wer Ihr privates Profil übernimmt, übernimmt auch die Firmenseite.
Kein privates Profil als Firmenprofil missbrauchen Ein persönliches Profil mit dem Firmennamen statt einer richtigen Seite verstößt gegen die Nutzungsbedingungen und kann ersatzlos gelöscht werden. Außerdem fehlen Ihnen dort alle geschäftlichen Funktionen: Statistiken, Aktionsschaltflächen, Planung, mehrere Zuständige. -
3
Die Facebook-Seite für den Betrieb anlegen
Ziel: eine Unternehmensseite mit Ihrem echten Firmennamen. Sie finden das Anlegen im Menü Ihres Facebook-Profils unter den Punkten für Seiten. Tragen Sie ein: Name, eine passende Kategorie und eine kurze Beschreibung in zwei Sätzen.
Den aktuellen Weg beschreibt der Facebook-Hilfebereich unter „Seite erstellen“.
Beim Namen sparsam sein Nehmen Sie den Namen, der am Schild steht. Keine Suchbegriffe anhängen. Der Name lässt sich später nur mit Aufwand ändern, und die Adresse Ihrer Seite bleibt manchmal die alte. -
4
Ein Unternehmenskonto anlegen und die Seite hineinholen
Das ist der Schritt, den die meisten überspringen, und genau der, der später den Ärger verhindert. Ein Unternehmenskonto ist eine Art Aktenschrank: Darin liegen Ihre Seite, Ihr Instagram-Konto und, falls Sie später werben, Ihr Werbekonto. Der Aktenschrank gehört der Firma, die Menschen bekommen nur Schlüssel für einzelne Fächer.
Sie legen es in der Meta Business Suite an. Suchen Sie dort nach den Einstellungen für Ihr Unternehmen oder Portfolio. Tragen Sie den vollständigen Firmennamen, die Anschrift und die geschäftliche E-Mail-Adresse ein und fügen Sie anschließend Ihre Facebook-Seite hinzu.
Hinzufügen, nicht neu erstellen Wenn Meta Ihnen anbietet, eine Seite „neu zu erstellen“, ist das der falsche Knopf. Sie wollen die vorhandene Seite hinzufügen oder beanspruchen. Sonst haben Sie zwei Seiten mit demselben Namen. -
5
Instagram auf ein Profi-Konto umstellen
Ein normales Instagram-Konto kann keine Statistiken zeigen, keine Kontaktschaltflächen anbieten und sich nicht sauber mit der Facebook-Seite verbinden. Stellen Sie es deshalb in den Einstellungen Ihres Instagram-Kontos auf ein Profi-Konto um und wählen Sie dort die Variante für Unternehmen.
Die Umstellung ist kostenlos und lässt sich rückgängig machen. Den aktuellen Weg finden Sie im Instagram-Hilfebereich unter „Profi-Konto“.
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6
Instagram und die Facebook-Seite verbinden
Ziel: Beide Profile hängen am selben Unternehmenskonto, damit Sie Nachrichten und Beiträge an einer Stelle bearbeiten können. Der Weg dorthin führt entweder über die Einstellungen Ihres Instagram-Kontos im Bereich für verknüpfte Konten oder über die Meta Business Suite, wo Sie das Instagram-Konto zu Ihrem Unternehmenskonto hinzufügen.
Melden Sie sich vorher bei beiden Diensten mit den richtigen Konten an. Die meisten Fehlversuche entstehen, weil im Hintergrund noch ein privates Konto angemeldet ist.
Wenn es nicht klappt Abmelden, Browser wechseln oder die App schließen und neu öffnen. Danach zuerst in der Business Suite anfangen, nicht in der Instagram-App. Das hilft in den meisten Fällen. -
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Rollen vergeben und Zugänge absichern
Jetzt kommt der Teil, für den sich Ihr künftiges Ich bedanken wird. Vergeben Sie Zugriffe an Personen einzeln, über das Unternehmenskonto, und geben Sie jedem nur so viel, wie er braucht.
- Vollzugriff nur für Sie, und sicherheitshalber für eine zweite Person aus der Geschäftsführung. Nicht mehr.
- Eingeschränkter Zugriff für alle, die Beiträge schreiben oder Nachrichten beantworten sollen. Sie können damit arbeiten, aber nichts löschen und niemanden entfernen.
- Agenturen und Dienstleister bekommen Zugriff auf Ihr Konto. Sie geben niemals Ihre Zugangsdaten heraus, und Ihre Seite wandert nicht in deren Unternehmenskonto.
- Zwei-Faktor-Anmeldung für alle, die Zugriff haben. Im Unternehmenskonto lässt sich das als Pflicht einstellen. Tun Sie das.
Meta ändert die Rollennamen regelmäßig Ob es „Administrator“ und „Redakteur“ heißt oder „Vollzugriff“ und „Teilzugriff“, wechselt mit den Oberflächen. Die Frage bleibt dieselbe: Darf diese Person nur Inhalte pflegen, oder darf sie auch andere Personen hinzufügen und entfernen? Letzteres darf fast niemand. -
8
Impressum hinterlegen, auf beiden Profilen
Die Anbieterkennzeichnung, die Sie als Impressum kennen, gilt in Deutschland nicht nur für Ihre Webseite, sondern auch für geschäftlich genutzte Profile in sozialen Netzwerken. Fehlt sie, ist das ein beliebter Anlass für Abmahnungen.
- Facebook: Seiten in Deutschland haben in den Seiteninformationen ein eigenes Feld für das Impressum. Wenn Sie es finden, tragen Sie dort die vollständigen Angaben ein. Finden Sie es nicht, setzen Sie in die Seiteninformationen einen klar erkennbaren Link, der direkt auf Ihre Impressumsseite führt.
- Instagram: Dort gibt es kein solches Feld. Üblich und anerkannt ist ein deutlich als „Impressum“ bezeichneter Link in der Profilbeschreibung, der ohne Umwege auf Ihre Impressumsseite führt.
Was in Ihr Impressum gehört, hängt von Ihrer Rechtsform ab. Ein Überblick steht in Impressumspflicht für Webseiten. Verbindlich klärt das Ihre Rechtsberatung, nicht diese Anleitung.
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Die Profilangaben vollständig ausfüllen
Ein halb ausgefülltes Profil kostet Anfragen. Gehen Sie einmal alles durch:
- Profilbild und Titelbild. Logo oben, echtes Foto als Titel.
- Kategorie, kurze Beschreibung, Anschrift, Telefonnummer, Webseite.
- Öffnungszeiten, wenn Sie feste Zeiten haben.
- Eine Aktionsschaltfläche, etwa „Anrufen“, „Nachricht senden“ oder „Termin buchen“. Wählen Sie die, die zu Ihrem Geschäft passt, und prüfen Sie danach am Handy, ob sie wirklich funktioniert.
- Bei Instagram: Kontaktmöglichkeiten im Profi-Konto aktivieren und einen Link in die Profilbeschreibung setzen.
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Beiträge planen statt täglich daran denken
In der Meta Business Suite können Sie Beiträge für Facebook und Instagram gemeinsam schreiben und für einen späteren Zeitpunkt einplanen. Genau dafür haben Sie den Aufwand betrieben.
Setzen Sie sich einmal im Monat eine Stunde und planen Sie vier Beiträge im Voraus ein. Wie Sie an die Themen kommen, steht in Social Media, wenn die Zeit knapp ist.
Nicht jeder Beitrag passt auf beide Kanäle Eine Stellenanzeige läuft auf Facebook oft besser, ein Vorher-Nachher-Bild auf Instagram. Das gemeinsame Planen ist bequem, aber prüfen Sie kurz, ob der Text auf beiden Kanälen Sinn ergibt. -
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Die Übergabe absichern
Halten Sie in fünf Zeilen fest, wer worauf Zugriff hat, und legen Sie das dorthin, wo auch Ihre Versicherungsunterlagen liegen. Dann überlebt der Zugang jeden Personalwechsel.
- Welches persönliche Profil hat Vollzugriff? Wer ist die zweite Person?
- Auf welche geschäftliche E-Mail-Adresse und welche Handynummer laufen die Sicherheitsabfragen?
- Wer hat eingeschränkten Zugriff, und seit wann?
- Fester Termin: Wenn jemand den Betrieb verlässt, wird der Zugriff am selben Tag entzogen.
Diese fünf Zeilen können Sie als Datei in Ihrem Portal unter Dateien ablegen, dann finden Sie sie in drei Jahren wieder.
4Woran Sie merken, dass es geklappt hat
Prüfen Sie den vorletzten Punkt wirklich am Handy und abgemeldet. Genau so sieht Ihre Kundschaft die Seite.
5Typische Stolpersteine
Die Seite gehört noch der Aushilfe oder der alten Agentur
Der häufigste und teuerste Fall. Solange die Seite in einem fremden Unternehmenskonto liegt, können Sie zwar posten, aber niemanden entfernen und nichts übertragen.
Lösung: Fragen Sie zuerst freundlich und schriftlich nach der Übertragung. Meist geht das in Minuten, wenn beide Seiten wollen. Wird es verweigert oder antwortet niemand, nutzen Sie das Verfahren von Meta, um Zugriff auf eine Seite anzufordern. Suchen Sie in der Meta Business Hilfe nach „Zugriff auf eine Seite anfordern“. Legen Sie in der Zwischenzeit keine zweite Seite an.
Instagram lässt sich nicht mit der Seite verbinden
Fast immer liegt es daran, dass irgendwo noch ein falsches Konto angemeldet ist, oder daran, dass das Instagram-Konto noch kein Profi-Konto ist.
Lösung: Erst umstellen, dann verbinden. Melden Sie sich überall ab, öffnen Sie zuerst die Business Suite und fügen Sie das Instagram-Konto von dort aus hinzu. Wenn das Konto bereits mit einer anderen Seite verknüpft ist, lösen Sie diese Verknüpfung zuerst.
Es gibt plötzlich zwei Unternehmenskonten
Passiert, wenn zwei Personen unabhängig voneinander „mal eben“ etwas einrichten, oder wenn beim Hinzufügen der Seite der Knopf „neu erstellen“ erwischt wurde.
Lösung: Entscheiden Sie sich für eines und ziehen Sie alle Zugriffe dorthin. Das überflüssige Konto räumen Sie leer und lassen es liegen oder schließen es. Wichtig ist nur, dass Seite und Instagram-Konto künftig in genau einem Konto liegen, an dem Sie den Vollzugriff haben.
Nur eine Person hat Zugriff, und die ist im Urlaub
Klingt nach einem Luxusproblem, bis das Profil gesperrt wird oder eine unangenehme Bewertung stehen bleibt und niemand antworten kann.
Lösung: Immer zwei Personen mit Vollzugriff, beide aus dem Betrieb, beide mit Zwei-Faktor-Anmeldung. Und die Sicherheitsabfragen laufen auf eine geschäftliche Adresse, nicht auf ein privates Postfach.
Das Impressum fehlt, weil man es auf der Webseite ja hat
Die Pflicht gilt für jedes geschäftlich genutzte Profil einzeln. Ein Impressum auf der Webseite genügt nicht, wenn auf dem Profil kein Weg dorthin zu sehen ist.
Lösung: Auf Facebook das vorgesehene Feld ausfüllen, bei Instagram einen klar mit „Impressum“ bezeichneten Link in der Profilbeschreibung setzen, der direkt auf Ihre Impressumsseite führt. Kein Umweg über die Startseite. Lassen Sie die konkrete Formulierung im Zweifel von Ihrer Rechtsberatung prüfen.
6Wenn Sie nicht weiterkommen
Besonders beim Zugriff helfen wir gern.
Wenn eine alte Agentur nicht herausrückt oder die Verknüpfung partout nicht klappt: Schreiben Sie uns, welche Profile es gibt und was Sie schon versucht haben. Ein Bildschirmfoto hilft uns sehr.
Offizielle Hilfe von Meta
- Meta Business HilfeUnternehmenskonto, Rollen und Zugriffe, Seiten hinzufügen, Business Suite.
- Facebook-HilfebereichSeite erstellen, Seiteninformationen, Sicherheit des persönlichen Profils.
- Instagram-HilfebereichProfi-Konto, Verknüpfung, Profilangaben, Statistiken.
- Meta Business SuiteDas Werkzeug selbst, in dem Sie Konto, Rollen und Planung verwalten.
7Das passt dazu
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