Anleitung aus dem Campus

Google-Unternehmensprofil einrichten und pflegen

Der Eintrag, den Google zeigt, wenn jemand Ihren Betrieb sucht oder in der Karte nach etwas in der Nähe schaut. Für die meisten kleinen Betriebe ist er der wichtigste Platz im Netz, noch vor der eigenen Webseite.

Dauer: etwa 60 Minuten Schwierigkeit: leicht Stand: August 2026 12 Schritte
Bitte lesen Sie das einmal. Google baut seine Oberflächen ständig um. Deshalb steht hier, was Sie erreichen wollen und ungefähr, wo Sie danach suchen. Wenn ein Menüpunkt bei Ihnen anders heißt oder woanders sitzt, ist das normal. Verbindlich ist immer die offizielle Hilfe zum Google-Unternehmensprofil. Diese Anleitung hat den Stand August 2026.

1Worum es geht

Wer in Ihrer Stadt nach „Elektriker“, „Friseur“ oder „Steuerberater“ sucht, bekommt zuerst eine Karte mit drei Betrieben und danach erst normale Suchergebnisse. In dieser Karte stehen Google-Unternehmensprofile. Wenn Sie dort nicht auftauchen, tauchen Sie für viele Menschen gar nicht auf.

Nach dieser Anleitung gehört Ihnen Ihr Profil, es ist von Google bestätigt, und die Angaben stimmen: Kategorie, Adresse, Telefon, Öffnungszeiten, Leistungen, Fotos. Sie wissen außerdem, welche fünfzehn Minuten im Monat reichen, damit es nicht wieder veraltet.

2Was Sie vorher brauchen

Legen Sie sich das vorher zurecht. Sonst brechen Sie mittendrin ab und fangen in zwei Wochen wieder von vorn an.

  • 1Ein Google-Konto, das dem Unternehmen gehört. Nicht das private Konto einer Aushilfe und nicht das des Neffen, der „das mal eingerichtet hat“. Legen Sie im Zweifel ein neues an, mit einer Adresse wie info@ihrefirma.de. Wer dieses Konto hat, hat das Profil.
  • 2Ihre offizielle Anschrift, genau so geschrieben wie im Impressum, auf Rechnungen und im Handelsregister. Auch Abkürzungen wie „Str.“ gegen „Straße“ sollten überall gleich sein.
  • 3Eine Telefonnummer, unter der wirklich jemand abnimmt. Eine Nummer, die niemand annimmt, schadet mehr als keine Nummer.
  • 4Acht bis fünfzehn eigene Fotos. Außenansicht mit Schild, Innenraum, Team, Arbeit im Tun, gern Vorher und Nachher. Handyfotos bei Tageslicht genügen völlig.
  • 5Eine Liste Ihrer Leistungen in der Sprache Ihrer Kunden, dazu Ihre Öffnungszeiten und die Feiertage der nächsten Monate.
  • 6Eine Stunde am Stück und Geduld. Das Eintragen dauert etwa eine Stunde. Bis Google bestätigt hat, dass es Sie gibt, können mehrere Tage vergehen. Manchmal auch zwei Wochen.
Wenn schon jemand anderes das Profil verwaltet Vielleicht hat eine frühere Agentur oder ein ausgeschiedener Mitarbeiter das Profil beansprucht. Dann brauchen Sie zuerst den Zugriff zurück. Google hat dafür ein Verfahren, bei dem der bisherige Inhaber angeschrieben wird und Sie nach einer Wartefrist übernehmen können. Suchen Sie in der offiziellen Hilfe nach „Zugriff auf ein Profil anfordern“.

3Die Schritte

Haken Sie ab, was erledigt ist. Ihr Stand wird in diesem Browser gespeichert, Sie können jederzeit aufhören und später weitermachen.

0 von 12 Schritten erledigt
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    Nachsehen, ob es Ihr Profil längst gibt

    Google legt Einträge häufig von selbst an, aus Kartendaten und Branchenbüchern. Suchen Sie den Namen Ihres Betriebs zusammen mit dem Ort, und schauen Sie zusätzlich in Google Maps an Ihrer Adresse nach. Finden Sie einen Eintrag, übernehmen Sie diesen. Legen Sie auf keinen Fall einen zweiten an.

    Der häufigste Fehler überhaupt Zwei Profile für denselben Betrieb teilen Bewertungen, Fotos und Aufrufe auf. Am Ende steht keines der beiden gut da, und Sie räumen es Monate später mühsam auf.
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    Das Profil beanspruchen

    Ziel: Google soll wissen, dass dieser Eintrag Ihnen gehört. Melden Sie sich zuerst mit dem Firmenkonto an, das Ihnen langfristig gehört. Öffnen Sie dann den gefundenen Eintrag. Dort gibt es einen Hinweis in der Art „Sind Sie der Inhaber dieses Unternehmens?“ oder „Dieses Unternehmen beanspruchen“. Gibt es noch keinen Eintrag, legen Sie das Profil neu an.

    Den genauen Weg beschreibt Google in der Hilfe zum Unternehmensprofil. Suchen Sie dort nach „Unternehmensprofil beanspruchen“.

    Wo verwaltet man das eigentlich? Es gibt dafür keine eigene große Verwaltungsseite mehr. Sie pflegen Ihr Profil in der Regel direkt in der Google-Suche oder in Google Maps, sobald Sie mit dem richtigen Konto angemeldet sind. Das hat Google in den letzten Jahren mehrfach umgestellt, deshalb steht hier bewusst kein fester Klickweg.
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    Die Bestätigung durchlaufen

    Google prüft, dass es Ihren Betrieb wirklich gibt und dass Sie dazugehören. Das geschieht je nach Branche und Land per Video, Telefon, E-Mail, Postkarte oder über einen Beleg. Welchen Weg Sie bekommen, entscheidet Google. Sie können ihn sich nicht aussuchen, und er kann sich ändern.

    Planen Sie Wartezeit ein und tragen Sie in der Zwischenzeit ruhig schon Angaben ein. Sichtbar wird vieles davon erst nach der Bestätigung.

    Falls ein Video verlangt wird Überlegen Sie vorher, was darin zu sehen sein muss: das Schild oder die Hausnummer, Ihre Werkstatt, Ihren Laden oder Ihr Werkzeug, und Sie selbst mit einem Zugang, den nur der Inhaber hat, etwa dem Schlüssel oder der Kasse. In einer Aufnahme, ohne Schnitt. Beim zweiten Versuch geht es meistens schief, weil die Aufnahme abbricht.
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    Die Hauptkategorie wählen

    Das ist die wichtigste Einstellung im ganzen Profil. Die Hauptkategorie entscheidet stärker als jede andere Angabe darüber, bei welchen Suchen Sie überhaupt erscheinen. Wählen Sie die Kategorie, die Ihr Hauptgeschäft beschreibt, nicht die, die am schönsten klingt.

    • Eine Bäckerei mit drei Tischen ist eine Bäckerei, kein Restaurant.
    • Wer zu neunzig Prozent Heizungen macht, ist Heizungsbauer, nicht allgemein „Handwerker“.
    • Weitere Kategorien tragen Sie nur für Leistungen ein, die Sie tatsächlich anbieten. Drei bis fünf reichen. Eine lange Liste verwässert das Bild.
    Ein ehrlicher Trick Suchen Sie den Begriff, mit dem Ihre Kunden Sie suchen würden. Schauen Sie sich die drei Betriebe an, die dann in der Karte oben stehen. Welche Kategorie steht bei denen im Profil? Das ist ein guter Hinweis darauf, welche Kategorie Google für dieses Thema als passend ansieht.
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    Name, Adresse, Telefon und Webseite eintragen

    Der Name ist der Name Ihres Betriebs, so wie er am Schild steht. Keine Zusätze wie „Meier Elektro | Elektriker Bremen günstig 24h“. Solche Zusätze verstoßen gegen die Richtlinien, und Wettbewerber melden sie erfahrungsgemäß zuverlässig.

    Adresse und Telefonnummer müssen exakt so lauten wie im Impressum Ihrer Webseite und in Branchenbüchern. Warum das so genau sein muss, steht in NAP-Konsistenz.

    Sie arbeiten beim Kunden, nicht im Laden? Dann tragen Sie kein Ladenlokal ein, sondern ein Servicegebiet, und blenden die Adresse aus. Wie das gemeint ist, erklärt Servicegebiet statt Adresse.
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    Öffnungszeiten eintragen, Feiertage gleich mit

    Ein Betrieb, der laut Google offen hat und vor dem jemand vor verschlossener Tür steht, kostet Sie mehr als ein fehlender Eintrag. Tragen Sie zuerst die regulären Zeiten ein. Suchen Sie dann im Profil nach den Sonderzeiten oder besonderen Öffnungszeiten und pflegen Sie die nächsten Feiertage ein.

    Setzen Sie sich sofort zwei Termine in den Kalender, im Frühjahr und im Herbst, jeweils zehn Minuten. Mehr Aufwand ist das nicht. Ausführlich: Öffnungszeiten und Feiertage bei Google.

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    Leistungen eintragen

    Ziel ist eine Liste, in der Ihre Kunden ihre eigenen Worte wiederfinden. Legen Sie für jede wichtige Leistung einen Eintrag an und schreiben Sie zwei Sätze dazu. „Heizung entlüften“ statt „hydraulischer Abgleich Verfahren A“. „Damenhaarschnitt mit Waschen und Föhnen“ statt „Styling Paket 2“.

    Zehn bis zwanzig gut benannte Leistungen sind besser als sechzig, die niemand liest. Mehr dazu in Leistungen im Google-Profil eintragen.

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    Fotos hochladen

    Fotos sind der Grund, warum Menschen bei Ihnen hängen bleiben statt beim Nachbarn weiterzuscrollen. Laden Sie eigene Bilder hoch, keine gekauften.

    • Außenansicht mit Schild und Hausnummer, damit Leute Sie finden.
    • Der Empfang oder der Verkaufsraum, damit klar ist, wie es drinnen aussieht.
    • Sie und Ihr Team. Gesichter wirken stärker als jedes Logo.
    • Arbeit im Tun und ein Ergebnis, gern Vorher und Nachher.

    Warum Stockbilder hier schaden, steht in Echte Fotos statt Stockbilder.

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    Den ersten Beitrag schreiben

    Beiträge sind kurze Meldungen, die eine Weile im Profil erscheinen und dann in den Hintergrund rücken. Sie brauchen dafür keine Marketingabteilung: ein Angebot, eine Neuigkeit, die Betriebsferien, eine neue Leistung, ein abgeschlossenes Projekt. Zwei bis drei Sätze und ein Foto genügen.

    Einer im Monat reicht. Wichtiger als Länge ist, dass überhaupt etwas Aktuelles dasteht. Beispiele in Google-Beiträge sinnvoll nutzen.

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    Fragen und Antworten selbst befüllen

    Im Profil gibt es einen Bereich für Fragen. Dort darf jeder fragen, und jeder darf antworten, auch Menschen, die noch nie bei Ihnen waren. Deshalb ist es klug, die häufigsten Fragen selbst zu stellen und selbst zu beantworten, bevor es jemand anders falsch tut.

    • Gibt es Parkplätze, und wo?
    • Kann man ohne Termin kommen?
    • Welche Zahlungsarten nehmen Sie?
    • Kommen Sie auch in die Nachbarorte?
    • Gibt es einen Notdienst, und wie erreicht man ihn?

    Fünf gute Fragen und Antworten sind eine halbe Stunde Arbeit und ersparen Ihnen im Jahr hunderte Anrufe. Siehe Fragen und Antworten im Google-Profil.

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    Um Bewertungen bitten und auf jede antworten

    Bewertungen entstehen fast nie von allein. Fragen Sie zufriedene Kunden direkt nach dem Auftrag, persönlich, und geben Sie ihnen den kürzesten Weg dorthin: einen Link, einen QR-Code auf der Rechnung, eine kurze Nachricht am selben Tag.

    Antworten Sie auf jede Bewertung, auch auf die schlechten. Sachlich, kurz, ohne Rechtfertigung. Wer Kritik ruhig beantwortet, wirkt auf alle anderen Leser vertrauenswürdiger als jemand mit lauter Fünf-Sterne-Lob. Siehe Mehr Google-Bewertungen bekommen und Auf negative Bewertungen antworten.

    Niemals kaufen, niemals belohnen Gekaufte Bewertungen und Rabatte gegen Sterne verstoßen gegen die Richtlinien und sind wettbewerbsrechtlich heikel. Im schlimmsten Fall verlieren Sie das ganze Profil. Es lohnt sich nicht.
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    Einen Rhythmus festlegen, damit es nicht verwildert

    Ein Profil, das einmal eingerichtet und danach nie wieder angefasst wird, verliert langsam an Sichtbarkeit. Fünfzehn Minuten im Monat genügen. Tragen Sie sich einen festen Termin ein, zum Beispiel jeden ersten Montag.

    • Einen Beitrag schreiben.
    • Neue Bewertungen beantworten.
    • Zwei neue Fotos hochladen.
    • Öffnungszeiten und den nächsten Feiertag prüfen.

    Wie sich das auf Aufrufe und Anrufe auswirkt, sehen Sie später unter Unternehmensprofil in Ihrem Portal, sobald das Profil verbunden ist.

4Woran Sie merken, dass es geklappt hat

Gehen Sie die Punkte einmal durch. Am besten am Handy, im normalen Google, nicht angemeldet.

5Typische Stolpersteine

Die Postkarte zur Bestätigung kommt nicht an

Das kommt öfter vor, als man denkt, besonders wenn am Briefkasten der Firmenname nicht steht oder die Post an eine Sammelstelle geht.

Lösung: Sorgen Sie zuerst dafür, dass Ihr Firmenname am Briefkasten steht, genau so wie im Profil. Fordern Sie die Bestätigung danach erneut an. Fragen Sie zusätzlich in der offiziellen Hilfe nach anderen Wegen: je nach Fall bietet Google Video, Telefon oder Belege an. Legen Sie keinesfalls ein zweites Profil an, weil das erste hängt.

Das Profil wird gesperrt oder die Bestätigung abgelehnt

Meistens steckt eine Kleinigkeit dahinter: ein Name mit Suchbegriffen, eine Adresse, die nur ein Briefkasten ist, mehrere Betriebe unter derselben Anschrift oder ein Video, in dem der Zusammenhang zum Betrieb nicht erkennbar war.

Lösung: Bringen Sie zuerst die Angaben in Ordnung, also echter Name, echte Adresse, echte Fotos. Legen Sie dann Widerspruch ein. Wie das geht und was Sie bereithalten sollten, steht in Google-Profil gesperrt. Rechnen Sie mit Wartezeit und antworten Sie auf Rückfragen zügig.

Es gibt zwei Profile für denselben Betrieb

Typisch nach einem Umzug, einer Umfirmierung oder wenn früher schon einmal jemand „schnell etwas angelegt“ hat. Beide Einträge sammeln Bewertungen, und beide bleiben schwach.

Lösung: Beanspruchen Sie nach Möglichkeit beide Profile mit demselben Konto und melden Sie das doppelte als Dublette, damit Google sie zusammenführt oder das falsche entfernt. Das ist ein Antrag, keine Einstellung, und dauert. Suchen Sie in der offiziellen Hilfe nach „doppelte Einträge“. Behalten Sie das Profil mit den meisten Bewertungen.

Im Namen stehen Suchbegriffe, weil das „hilft“

„Autohaus Schmidt Gebrauchtwagen Werkstatt TÜV Bremen“ bringt kurzfristig vielleicht ein paar Aufrufe. Es verstößt aber gegen die Richtlinien, und jeder Wettbewerber kann es mit zwei Klicks melden.

Lösung: Tragen Sie den echten Namen ein. Die Suchbegriffe gehören in die Kategorie, in die Leistungen und auf Ihre Webseite, nicht in den Namen. Dort wirken sie sogar besser, weil sie dauerhaft bleiben.

Nach drei Monaten passiert nichts mehr

Das ist der Normalfall, nicht die Ausnahme. Ein Profil ohne neue Fotos, Beiträge und Bewertungen wirkt auf Menschen wie ein Laden mit staubigem Schaufenster.

Lösung: Der feste Monatstermin aus Schritt 12. Fünfzehn Minuten, immer am selben Tag. Wenn Sie dafür keine Zeit finden, schreiben Sie uns über Nachrichten, dann übernehmen wir die Pflege.

6Wenn Sie nicht weiterkommen

Fragen Sie einfach.

Sie hängen bei der Bestätigung fest, bekommen den Zugriff nicht zurück oder sind sich bei der Kategorie unsicher? Schreiben Sie uns eine Nachricht mit einem Bildschirmfoto. Wir schauen hinein und sagen Ihnen, was zu tun ist.

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7Das passt dazu

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