People Also Ask
People Also Ask ist der aufklappbare Fragenkasten mitten in einer Google-Trefferliste, auf Deutsch mit „Ähnliche Fragen" überschrieben. Google sammelt darin Fragen, die zur Suche passen, und holt die Antworten aus einzelnen Webseiten. Wer eine dieser Fragen kurz und deutlich beantwortet, kann dort mit einem Absatz erscheinen, ohne ganz oben in der Liste zu stehen.
Was das genau bedeutet
Ein Malermeister sitzt zur Besichtigung am Küchentisch. Die erste Frage ist immer die nach dem Preis. Danach kommen, in fast jeder Wohnung, dieselben: Wie lange dauert das? Muss ich die Möbel rausräumen? Kann ich währenddessen hier wohnen? Wer räumt hinterher auf? Nach zwanzig Berufsjahren kennt er die Reihenfolge auswendig.
Der Fragenkasten bei Google ist genau diese Reihenfolge, aufgeschrieben und für jeden einsehbar. Wer „Wohnung streichen lassen Kosten" sucht, bekommt zwischen den Treffern einen Kasten mit Fragen zum Anklicken. Klappt man eine auf, steht darunter ein kurzer Absatz von irgendeiner Webseite, dazu ein Link auf die Quelle.
Zwei Eigenheiten sollten Sie kennen. Der Kasten wächst beim Aufklappen, weil unten neue Fragen nachrutschen. Und sein Inhalt schwankt: Zwei Personen sehen nicht dieselbe Liste. Der Kasten ist deshalb keine Platzierung, die man hält, sondern eine Gelegenheit, die häufiger kommt, je mehr Fragen Sie sauber beantwortet haben.
Warum das für Ihr Unternehmen zählt
Der größere Wert liegt nicht darin, selbst im Kasten zu stehen, sondern darin, ihn zu lesen. Sie sehen dort, was Menschen zu Ihrem Fach wissen wollen, in ihren eigenen Worten. Das kostet nichts, verlangt keine Anmeldung und ist ehrlicher als jede Vermutung.
Der zweite Punkt ist die Tür, die sich damit öffnet. Die Fragen im Kasten sind oft sehr speziell. Um eine davon zu beantworten, braucht es keine große Webseite, sondern einen brauchbaren Absatz zu einem Detail, um das sich sonst niemand kümmert. Für einen kleinen Betrieb ist das eine der wenigen Stellen, an denen er neben großen Portalen auftauchen kann.
Und die Arbeit verfällt nicht. Ein Text aus klaren Fragen und knappen Antworten lässt sich am Telefon vorlesen, in ein Angebot kopieren und von einer Maschine zitieren.
So gehen Sie vor
- Sammeln Sie den Kasten ab. Suchen Sie Ihre drei wichtigsten Leistungen so, wie Kundschaft sie eintippen würde, und schreiben Sie die angezeigten Fragen mit. Klappen Sie ein paar auf, dann rutschen weitere nach. Nach zwanzig Minuten haben Sie zwanzig bis dreißig echte Fragen.
- Streichen Sie alles, was nicht zu Ihnen gehört. Fragen von Heimwerkern, aus anderen Regionen oder aus einer ganz anderen Preisklasse fliegen raus. Übrig bleiben meist acht bis zwölf Fragen, die zu dem passen, was Sie tatsächlich anbieten.
- Beantworten Sie jede Frage in zwei bis drei Sätzen. Die Frage wird die Zwischenüberschrift, die Antwort steht direkt darunter und beginnt sofort mit der Antwort. Kein Anlauf wie „Diese Frage stellen sich viele Kunden". Der Absatz muss allein verständlich sein, weil er genau so herausgeschnitten wird.
- Setzen Sie die Antworten dorthin, wo das Thema steht. Fragen zur Dachsanierung gehören auf die Seite zur Dachsanierung, nicht in eine Sammelliste am Ende der Webseite. Nur wirklich allgemeine Fragen zu Anfahrt, Terminen und Bezahlung sind auf einer eigenen Seite gut aufgehoben.
- Sehen Sie nach acht Wochen mit denselben Suchen nach. Tut sich nichts, liegt es meist an einem von zwei Dingen: Die Antwort ist zu lang, oder sie fängt mit einer Einleitung an statt mit der Auskunft.
Typische Fehler
Vier Fragen, die uns zum Fragenkasten selbst gestellt werden.
Kann ich mich für den Fragenkasten anmelden oder ihn buchen?
Nein. Es gibt kein Formular und keine Auszeichnung im Quelltext, die ihn erzwingt. Google stellt den Kasten selbst zusammen und sucht sich die Antworten dort, wo es passende findet. Sie können nur dafür sorgen, dass eine gute Antwort überhaupt existiert.
Wenn die Antwort schon im Kasten steht, klickt dann noch jemand?
Ein Teil klickt nicht, das stimmt, und wir wollen das nicht schönreden. Der Name Ihres Betriebs steht aber als Quelle darunter, und wer bei einer Frage nach Kosten oder Dauer weiterliest, kommt schon mit Vertrauen. Bei Auskunftsfragen ist Ihnen mit einem sichtbaren Namen oft mehr gedient als mit einem Klick.
Soll ich einfach hundert Fragen auf eine Seite schreiben?
Bitte nicht. Eine lange Liste flüchtig beantworteter Fragen ist schwächer als zehn Antworten, die wirklich etwas sagen. Sie ermüdet Leser und hinterlässt bei jeder Frage eine halbe Auskunft, die niemand zitiert.
Die Fragen sind schief formuliert. Soll ich sie wörtlich übernehmen?
Übernehmen Sie den Sinn, nicht den Wortlaut. Manche Fragen im Kasten sind maschinell zusammengesetzt und klingen holprig. Als Überschrift schreiben Sie die Frage so, wie ein Mensch sie am Telefon stellen würde. Erkannt wird sie trotzdem, und Ihre Seite liest sich besser.
Verwandte Begriffe
Wie wir damit umgehen
Wir gleichen bei diesem Thema zwei Listen ab. Die eine kommt aus dem Fragenkasten, die andere von Ihnen: Was wird bei Ihnen tatsächlich am Telefon gefragt, bevor jemand einen Termin macht? Wo sich beide überschneiden, fangen wir an, denn dort ist die Nachfrage doppelt belegt. Beim Schreiben achten wir dann auf eine Sache, die ungewohnt ist: Die Antwort muss so kurz sein, dass man sie herausschneiden kann, ohne dass sie unverständlich wird. Das fühlt sich beim Diktieren zu knapp an und ist trotzdem richtig.
Welche Fragen stellt Ihre Kundschaft wirklich?
Wie aus gesammelten Fragen eine Seite wird, die für Sie arbeitet, steht im Beitrag über FAQ-Seiten. Der kostenlose Sichtbarkeits-Check sieht sich Ihre Webseite technisch und inhaltlich an, von den Überschriften bis zur Ladezeit.