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Google Maps

Lexikon Kartendienst von Google 4 Min. Lesezeit
Kurz erklärt

Google Maps ist der Kartendienst von Google. Ihr Betrieb erscheint dort als Stecknadel mit Adresse, Öffnungszeiten, Fotos, Bewertungen und einer fertigen Route zur Tür. Viele Menschen suchen inzwischen zuerst in der Karten-App und entscheiden sich dort, ohne Ihre Webseite je geöffnet zu haben.

Was das genau bedeutet

Ein Kosmetikstudio in der ersten Etage eines Hinterhauses lebt vom Klingelschild. Steht der Name nicht sauber an der Tür, klingelt niemand, so schön es oben auch sein mag. Genau diese Aufgabe hat Google Maps übernommen. Die Stecknadel ist Ihr Klingelschild, und die Routenführung setzt die Kundin dort ab, wo die Nadel steckt. Sitzt die Nadel auf der falschen Gebäudeseite, steht sie vor einer Garagenzufahrt und ruft an, statt zu kommen.

Gespeist wird die Karte aus demselben Unternehmensprofil, das auch in der Google-Suche erscheint. Sie pflegen also nicht zwei Einträge, sondern einen. Was Sie dort ändern, taucht in beiden Ansichten auf.

Auf der Karte steht allerdings mehr, als Sie selbst eingetragen haben. Besucher laden Fotos hoch, stellen öffentlich Fragen und beantworten sie einander. Dazu kommen die stark besuchten Zeiten, die Google aus Bewegungsdaten schätzt. Für Ihre Kundschaft sieht das alles gleich aus, ob von Ihnen oder von Fremden.

Warum das für Ihr Unternehmen zählt

Wer unterwegs ist, öffnet keine Suchmaschine, sondern die Karte. Das gilt für Menschen im Auto, für Zugezogene und für alle, die schnell etwas erledigen wollen. Diese Suche beginnt und endet in der App.

Der Eintrag beantwortet dabei genau die Fragen, die vor dem Besuch offen sind: Habt ihr jetzt auf, wie komme ich hin, wo parke ich, wie sieht es drinnen aus. Ein Foto der Hausfront von der Straße aus spart Ihnen mehr Anrufe als der schönste Innenaufnahmen-Rundgang.

Und der Eintrag lebt weiter, auch wenn Sie ihn vergessen. Wenn jemand vorschlägt, dass Sie dauerhaft geschlossen hätten, kann das übernommen werden. Wer nur einmal im Jahr hineinschaut, merkt so etwas erst an den ausbleibenden Anrufen.

So gehen Sie vor

  1. Setzen Sie die Stecknadel auf den Eingang. Nicht in die Mitte des Grundstücks, sondern dorthin, wo Ihre Kundschaft ankommt. Lassen Sie sich anschließend selbst einmal von außerhalb dorthin navigieren und schauen Sie, wo Sie herauskommen.
  2. Fotografieren Sie den Weg zur Tür. Die Hausfront von der Straße aus, das Schild, die Einfahrt, den Parkplatz. Solche Bilder wirken unspektakulär und helfen mehr als Aufnahmen, auf denen man den Betrieb nicht wiedererkennt.
  3. Tragen Sie Sonderzeiten ein, bevor sie anstehen. Betriebsferien, Feiertage, der freie Brückentag. Ohne Eintrag gilt die normale Zeit, und wer vor verschlossener Tür steht, schreibt das gelegentlich in eine Bewertung.
  4. Füllen Sie den Fragenbereich selbst. Im Bereich „Fragen und Antworten" darf jeder antworten, auch jemand, der Sie gar nicht kennt. Stellen Sie deshalb die fünf Fragen, die Sie täglich am Telefon hören, selbst ein und beantworten Sie sie.
  5. Schauen Sie monatlich kurz hinein. Prüfen Sie Öffnungszeiten, neue Fotos und Änderungsvorschläge anderer Nutzer. Fünf Minuten genügen. Sinnvoll ist es, diese Aufgabe an eine Person im Betrieb fest zu vergeben, sonst macht sie niemand.

Typische Fehler

Vier Punkte, die uns bei Karteneinträgen am häufigsten begegnen.

Die Navigation schickt meine Kundschaft an die falsche Ecke. Kann ich das ändern?

Ja. Im Profil lässt sich die Stecknadel frei verschieben, und viele Betriebe müssen das tun, weil Google zunächst nur die Hausnummer schätzt. Auf großen Grundstücken oder in Hinterhäusern ist das der Unterschied zwischen ankommen und weiterfahren.

Muss ich für den Eintrag auf der Karte bezahlen?

Nein. Der Eintrag ist kostenlos, und das Pflegen auch. Es rufen regelmäßig Firmen an, die anbieten, Ihren Karteneintrag gegen eine Monatsgebühr zu verwalten oder ihn angeblich vor Löschung zu schützen. Das ist nicht nötig, und Google verkauft diesen Platz nicht.

Kann ich Fotos löschen, die Gäste hochgeladen haben?

Nur, wenn sie gegen die Regeln verstoßen, etwa bei Beleidigungen. Ein unscharfes Bild von der Theke bleibt. Das beste Gegenmittel sind eigene, aktuelle Aufnahmen, denn oben zeigt Google bevorzugt, was ansehnlich und neu ist.

Meinen Betrieb gibt es, aber auf der Karte finde ich ihn nicht.

Meist fehlt die Bestätigung des Betriebs, oder es liegen zwei Einträge derselben Adresse übereinander, etwa aus einem alten Firmennamen. Solche Doppeleinträge lassen sich zusammenführen. Zuerst sollten Sie in Ihrem Profil nachsehen, ob dort ein Hinweis auf einen doppelten Standort steht.

Verwandte Begriffe

Wie wir damit umgehen

Wir behandeln den Karteneintrag wie eine Wegbeschreibung, nicht wie ein Werbemittel. Deshalb ist unsere erste Frage, wie jemand bei Ihnen ankommt, der zum ersten Mal kommt: Wo hält er, wo geht er hinein, was sieht er von der Straße. Daraus ergeben sich die Fotos, die Position der Stecknadel und der Hinweis zum Parken. Das klingt banal und ist der Grund, warum manche Betriebe Anrufe bekommen, die mit „Ich stehe hier vor einem Zaun" beginnen.

Finden Ihre Kunden zur Tür?

Der Beitrag erklärt, was bei örtlichen Suchen wirklich über die Reihenfolge entscheidet. Der kostenlose Sichtbarkeits-Check betrachtet die Technik und die Inhalte Ihrer Webseite, nicht Ihren Karteneintrag.

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