Local SEO
Local SEO ist die Arbeit daran, dass Ihr Betrieb in seiner eigenen Region gefunden wird. Dazu gehören der Eintrag bei Google, überall gleich geschriebene Kontaktdaten, Texte mit echtem Ortsbezug und Bewertungen. Der Unterschied zur allgemeinen Suchmaschinenarbeit liegt in einem Punkt: Es gewinnt nicht der beste Treffer, sondern der beste Treffer in erreichbarer Nähe.
Was das genau bedeutet
Fragen Sie eine Autowerkstatt, wie weit ihr Einzugsgebiet reicht, bekommen Sie selten eine Kilometerzahl. Sie bekommen einen Satz wie: „Bis in die Nachbarorte, und wenn es sein muss, holen wir den Wagen auch dahinter noch ab." Genau diese Grenze zeichnet Local SEO nach. Bei örtlichen Suchen rechnet Google mit, wo die suchende Person gerade steht. Wer weit weg sitzt, erscheint seltener, selbst wenn seine Webseite die bessere ist.
Local SEO ist deshalb kein einzelner Handgriff, sondern ein Bündel aus mehreren Teilen: dem kostenlosen Eintrag bei Google, einheitlich geschriebenen Kontaktdaten, Seiten, die Ihre Leistungen und Ihre Orte wirklich benennen, und Bewertungen von Menschen aus der Gegend. Fehlt ein Teil, tragen die anderen weniger.
Ein weiterer Unterschied überrascht viele: Bei örtlichen Suchen gibt es kein Ergebnis, das für alle gleich aussieht. Zwei Personen in derselben Stadt sehen andere Treffer, je nach Stadtteil, in dem sie stehen. „Platz drei" ist immer nur Platz drei für einen bestimmten Punkt auf der Karte.
Warum das für Ihr Unternehmen zählt
Das Feld ist überschaubar. Sie messen sich nicht mit dem ganzen Land, sondern mit den Betrieben, die dieselbe Kundschaft bedienen könnten. Je nach Gewerk sind das eine Handvoll bis einige Dutzend. Das macht das Ziel erreichbar, auch ohne Werbebudget.
Dazu kommt die Absicht hinter solchen Suchen. Wer „in der Nähe", „heute geöffnet" oder „am Wochenende" eintippt, will nicht schmökern, sondern anrufen. Diese Suchen enden viel häufiger mit einem Auftrag als allgemeine Fragen zu einem Thema.
Und der Aufwand verteilt sich günstig. Das meiste ist Einrichtungsarbeit: einmal sauber gemacht, danach nur gepflegt. Anders als bei bezahlter Werbung endet die Wirkung nicht in dem Moment, in dem Sie aufhören zu zahlen.
So gehen Sie vor
- Schreiben Sie Ihr Einzugsgebiet auf. Ortsteile, Nachbarorte, und die Grenze, ab der Sie einen Auftrag absagen würden. Diese Liste dauert zehn Minuten und ist die Grundlage für alles Weitere.
- Nennen Sie diese Orte nur dort, wo es stimmt. In der Anfahrt, bei Referenzen, im Abschnitt über Ihr Servicegebiet. Eine reine Ortsliste am Seitenende hilft nicht und sieht zusammengeschustert aus.
- Vereinheitlichen Sie Name, Adresse und Telefonnummer. Überall dieselbe Schreibweise, bis hin zu „Straße" oder „Str.". Gehen Sie dafür Ihre Webseite, das Google-Profil, Verzeichnisse und Ihre sozialen Kanäle durch. Wie das systematisch geht, steht im Beitrag zur Einheitlichkeit Ihrer Adressdaten.
- Richten Sie Ihr Google-Unternehmensprofil vollständig ein. Das ist der Teil, der am schnellsten sichtbar wird. Die Bestätigung Ihres Betriebs läuft je nach Fall per Post, Telefon oder Videoanruf und braucht ein paar Tage.
- Machen Sie das Bitten um Bewertungen zur Gewohnheit. Ein fester Satz bei der Übergabe genügt. Bewertungen aus der Region wirken doppelt: auf die Suche und auf den Menschen, der gerade zwischen Ihnen und zwei anderen schwankt.
Typische Fehler
Vier Fragen, die in fast jedem Erstgespräch zu diesem Thema kommen.
Bringt eine Liste aller Orte im Umkreis etwas?
Nein. Vierzig Ortsnamen unter dem Fuß der Startseite sind für Suchmaschinen ein altbekanntes Muster und für Besucher nichtssagend. Wirkung hat ein Ort erst, wenn dazu etwas steht: ein Auftrag, den Sie dort ausgeführt haben, eine Anfahrtszeit, eine Besonderheit.
Ich habe kein Ladengeschäft, fällt Local SEO für mich weg?
Im Gegenteil. Betriebe, die zur Kundschaft fahren, können ihre Adresse ausblenden und stattdessen ein Servicegebiet angeben. Das Profil bleibt vollständig nutzbar. Was dabei zu beachten ist, steht im Beitrag über das Servicegebiet statt Adresse.
Reicht es, meinen Ort in den Seitentitel zu schreiben?
Der Ort im Titel ist sinnvoll, aber er ist ein Hinweis, kein Beleg. Überzeugender sind Dinge, die nur ein ortsansässiger Betrieb hat: eine Anfahrtsbeschreibung mit Parkhinweis, Referenzen aus den Straßenzügen, Öffnungszeiten, die zum örtlichen Markttag passen.
Wie lange dauert es, bis sich etwas bewegt?
Angaben im Google-Profil greifen oft nach Tagen bis wenigen Wochen. Bewertungen und neue Seiten wirken langsamer, über Monate. Eine feste Zahl nennen wir bewusst nicht, weil sie stark davon abhängt, wie viele Betriebe Ihrer Art am selben Ort um dieselbe Suche konkurrieren.
Verwandte Begriffe
Wie wir damit umgehen
Wir fangen bei diesem Thema mit einer Landkarte an, nicht mit der Webseite. Welche Orte bedienen Sie wirklich, wo lehnen Sie ab, wohin fahren Sie nur für Stammkundschaft? Erst danach schauen wir, was davon irgendwo im Netz überhaupt zu lesen ist. Meistens fehlt der halbe Einzugsbereich, während in den Texten Orte auftauchen, in denen der Betrieb seit Jahren nicht mehr war. Diese Karte ist auch das, was Sie behalten, wenn Sie irgendwann jemand anderen mit Ihrer Webseite betrauen.
Werden Sie in Ihrer Region gefunden?
Auf unserer Seite zur Suchmaschinenoptimierung steht, wie wir örtliche Sichtbarkeit aufbauen. Der kostenlose Sichtbarkeits-Check sieht sich vorab die Technik und die Inhalte Ihrer Webseite an.