SEO

Indexierung

Lexikon 4 Min. Lesezeit
Kurz erklärt

Indexierung ist die Aufnahme einer Seite in das Verzeichnis von Google. Nur was dort steht, kann überhaupt in einer Trefferliste erscheinen. Dass eine Suchmaschine Ihre Seite besucht hat, heißt dabei noch nicht, dass sie sie auch aufgenommen hat. Das sind zwei getrennte Schritte.

Was das genau bedeutet

Eine Tischlerei liefert einen Musterstuhl an ein großes Möbelhaus. An der Rampe wird die Lieferung angenommen und abgehakt. Damit steht der Stuhl im Gebäude, aber noch lange nicht im Verkaufsraum. Ob er dort einen Platz bekommt, entscheidet später jemand anderes, nach Platz, nach Sortiment und danach, ob nicht schon zwei ähnliche Stühle in der Reihe stehen.

Bei Google läuft es in denselben zwei Schritten. Zuerst kommt ein Crawler vorbei, also ein Programm, das Webseiten selbstständig aufruft und den Text einliest. Das ist die Rampe. Danach wird unabhängig davon entschieden, ob die Seite in das Verzeichnis aufgenommen wird. Dieses Verzeichnis heißt Index, und aus ihm wird jede Trefferliste zusammengestellt.

Zwischen den beiden Schritten kann eine Seite verloren gehen. Sie wird eingelesen und trotzdem weggelassen, weil sie fast dasselbe sagt wie eine andere Seite von Ihnen, weil außer Überschrift und Bild kaum etwas darauf steht oder weil ein Vermerk im Quelltext sie ausschließt. Eine Absage bekommen Sie darüber nicht.

Warum das für Ihr Unternehmen zählt

Eine Seite, die nicht im Index steht, gibt es für Suchende nicht. Sie können sie selbst aufrufen, sie ist online, sie sieht gut aus. In der Suche bleibt sie unsichtbar, und zwar für jede denkbare Suchanfrage.

Frisch veröffentlichte Seiten sind nie sofort dabei. Wie lange es dauert, lässt sich nicht vorhersagen, und jede Angabe in Tagen wäre geraten. Sicher ist nur: Von allein beschleunigt sich nichts, wenn eine Seite technisch schwer erreichbar ist oder von keiner anderen Seite aus verlinkt wird.

Richtig teuer wird das bei den Seiten, die Aufträge bringen sollen. Leistungsseiten und eigens gebaute Aktionsseiten entstehen unter Zeitdruck und werden hinterher nie nachgeprüft. Die Kontrolle dauert eine halbe Minute, und der erste Schritt zeigt, wie sie geht.

So gehen Sie vor

  1. Fragen Sie Google direkt nach der Seite. Tippen Sie in die Suche site: und dahinter ohne Leerzeichen die vollständige Adresse, also etwa site:ihrbetrieb.de/dachsanierung. Kommt ein Treffer, steht die Seite im Verzeichnis. Kommt keiner, steht sie nicht drin.
  2. Wiederholen Sie das für Ihre zehn wichtigsten Adressen. Startseite, jede Leistungsseite, Kontakt, Referenzen. Schreiben Sie hinter jede Adresse ja oder nein. Diese Liste ist ein Befund und damit mehr wert als jede allgemeine Einschätzung.
  3. Lassen Sie bei jedem Nein nach einer Sperre suchen. Zwei Stellen kommen dafür infrage: der Vermerk noindex im Quelltext der betroffenen Seite und ein Eintrag in der Datei robots.txt. Beides ist im Browser nicht sichtbar. Wer Ihre Webseite technisch betreut, findet es in wenigen Minuten.
  4. Melden Sie neue Seiten aktiv an. In der Google Search Console gibt es oben ein Feld für die Adressprüfung und darunter einen Knopf, mit dem sich die Aufnahme beantragen lässt. Ihre Webseite muss dort einmal als Eigentum bestätigt sein, und das ist ein technischer Einrichtungsschritt.
  5. Verlinken Sie jede neue Seite von einer bestehenden. Eine Adresse, auf die von nirgendwo ein Link führt, ist für Suchmaschinen eine Sackgasse. Ein Verweis aus dem Menü, aus einem Text oder aus der Leistungsübersicht genügt und wirkt oft schneller als jede Anmeldung.

Typische Fehler

Vier Fragen, die uns zur Aufnahme in den Google-Index immer wieder gestellt werden.

Meine neue Seite ist seit drei Tagen online und taucht nicht auf. Ist etwas kaputt?

Meistens nicht, drei Tage sind kurz. Sehen Sie zuerst mit der Abfrage aus Schritt eins nach, ob die Seite im Verzeichnis steht. Steht sie drin und wird trotzdem nicht gefunden, geht es nicht um die Aufnahme, sondern um die Platzierung.

Kann ich mich bei Google einkaufen, damit meine Seiten aufgenommen werden?

Nein. Anzeigen lassen sich kaufen, ein Platz im Verzeichnis nicht. Eine Anzeige läuft, solange Sie zahlen, und ist danach weg. Die Aufnahme kostet nichts und wird nicht verhandelt.

Ich finde meine Firma bei Google. Ist damit die ganze Webseite aufgenommen?

Nicht unbedingt. Was Sie da finden, ist fast immer die Startseite, und die wird als Erstes aufgenommen. Über Ihre Unterseiten sagt das nichts. Genau dort fehlen sie am häufigsten, weil sie tiefer liegen und weniger oft verlinkt sind.

Hilft es, die Aufnahme jeden Tag neu zu beantragen?

Nein, es stört sogar: Die Funktion wird bei zu häufiger Nutzung eine Weile gesperrt. Einmal beantragen genügt. Geschieht danach zwei Wochen lang nichts, liegt es nicht am Antrag, sondern an der Seite selbst.

Verwandte Begriffe

Wie wir damit umgehen

Bevor wir an einer Seite auch nur ein Wort ändern, klären wir, ob sie im Verzeichnis steht. Das ist die billigste Prüfung in diesem Fach, und sie dreht die Reihenfolge der Arbeit erstaunlich oft um. Wir gehen dafür Ihre Seitenliste durch und markieren jede Adresse, die fehlt. Kommt dabei heraus, dass die wichtigste Leistungsseite seit dem letzten Umbau eine Sperre mitschleppt, ist das in einer Stunde repariert und wirkt sofort. Ein neuer Text auf einer gesperrten Seite wirkt dagegen gar nicht.

Steht Ihre wichtigste Seite überhaupt drin?

Der kostenlose Sichtbarkeits-Check sieht sich Ihre Webseite technisch und inhaltlich an. Wie Sie selbst nachsehen, welche Ihrer Seiten Google aufgenommen hat, zeigt der Einstieg in die Search Console.

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