Landingpage
Eine Landingpage ist eine einzelne Seite mit genau einer Aufgabe. Sie ist das Ziel einer Anzeige, eines QR-Codes oder eines Flyers und bringt die Leserin ohne Umweg zu einer Handlung. Deshalb hat sie wenig Menü, kein Nebenangebot und in der Regel nur eine Aufforderung.
Was das genau bedeutet
Eine Fahrschule schaltet eine Anzeige für einen Intensivkurs zum Motorradführerschein. Wer daraufklickt, landet auf der Startseite und wird dort mit dem ganzen Haus empfangen: Pkw, Anhänger, Roller, Team, Fahrzeugpark, Anmeldung, Öffnungszeiten. Vom Intensivkurs steht irgendwo unten ein Satz. Die Anzeige war bezahlt, der Weg zum Kurs muss trotzdem selbst gesucht werden.
Eine Landingpage ist der Gegenentwurf: ein eigener Tresen nur für diesen Kurs. Ganz oben steht wieder genau das, was in der Anzeige versprochen wurde, darunter Termin, Preis, Ablauf, wer unterrichtet, und ein Knopf zum Platz reservieren. Alles andere kann warten, denn wer hier ankommt, hat sich bereits für ein Thema entschieden.
Kurz sein muss so eine Seite dabei nicht. Die Länge richtet sich danach, wie viel auf dem Spiel steht. Für eine kostenlose Probestunde reichen wenige Zeilen. Für einen Kurs über tausend Euro gehören Antworten auf die Bedenken dazu, die sonst im Beratungsgespräch kommen.
Warum das für Ihr Unternehmen zählt
Am deutlichsten wird der Unterschied, wenn Sie für Besucher bezahlen. Bei Google Ads kostet jeder Klick Geld, unabhängig davon, ob der Mensch dahinter fündig wird. Wer alle Klicks auf die Startseite leitet, zahlt denselben Preis für einen deutlich schlechteren Empfang.
Der zweite Vorteil ist die Klarheit beim Auswerten. Eine Seite, ein Ziel, eine Zahl. Sie sehen, wie viele Menschen ankamen und wie viele gebucht haben, ohne dass sich das mit dem übrigen Verkehr Ihrer Webseite vermischt.
Und Anzeigen sind nicht der einzige Anlass. Ein QR-Code auf dem Firmenwagen, ein Aushang im Schaufenster, ein Brief an Bestandskunden, ein Aufkleber auf der Rechnung: Überall dort schicken Sie Menschen mit einer bestimmten Erwartung los. Eine passende Zielseite nimmt diese Erwartung auf.
So gehen Sie vor
- Übernehmen Sie das Versprechen wörtlich. Was in der Anzeige, auf dem Flyer oder neben dem QR-Code steht, muss oben auf der Seite fast gleich lauten. Steht in der Anzeige „Intensivkurs in zwei Wochen" und auf der Seite „Willkommen bei uns", zweifelt der Besucher, ob er richtig ist, und geht zurück.
- Beantworten Sie die fünf offenen Fragen. Was kostet es, wann findet es statt, wo genau, wer macht es, und was passiert direkt nach dem Klick. Jede dieser Fragen, die unbeantwortet bleibt, ist ein Grund zu zögern. Ein Preisrahmen ist besser als kein Preis.
- Räumen Sie alles weg, was woanders hinführt. Kein ausladendes Menü, keine Verweise auf andere Leistungen, keine Bildergalerie aus dem Betriebsjubiläum. Zwei Links müssen aber bleiben, weil sie Pflicht sind: Impressum und Datenschutzerklärung.
- Wiederholen Sie eine einzige Aufforderung. Oben, in der Mitte, am Ende, jedes Mal mit demselben Wortlaut. Nicht einmal „Platz sichern", einmal „Kontakt" und einmal „mehr erfahren". Drei Formulierungen wirken wie drei verschiedene Angebote.
- Geben Sie der Seite eine eigene Adresse und lassen Sie sie zählen. Eine Adresse wie ihre-fahrschule.de/intensivkurs macht sichtbar, was aus der Anzeige geworden ist. Das Anlegen der Adresse und das Einrichten der Zählung übernimmt die Person, die Ihre Webseite betreut. Sagen Sie ihr vorher, welche Handlung gezählt werden soll.
Typische Fehler
Vier Fragen, die vor der ersten Landingpage regelmäßig auftauchen.
Kann ich nicht einfach meine Startseite nehmen?
Können Sie, es kostet nur mehr. Die Startseite muss allen gerecht werden: Neukunden, Stammkunden, Bewerbern, Lieferanten. Genau diese Rücksicht macht sie für ein einzelnes Angebot langsam. Bei unbezahlten Besuchern fällt das kaum auf, bei bezahlten schon.
Muss die Landingpage ins Menü?
Nein, sie lebt von dem, was jemand vorher angeklickt hat. Achten Sie aber darauf, dass sie nicht dieselbe Leistung noch einmal beschreibt wie Ihre reguläre Leistungsseite. Sonst konkurrieren zwei Seiten Ihres eigenen Hauses bei Google um dasselbe Thema.
Reichen ein schönes Bild und ein Knopf?
Bei einer kostenlosen Probestunde ja. Bei allem, was Geld oder Zeit kostet, nein. Dann brauchen Sie das, was im persönlichen Gespräch überzeugt: den Ablauf, echte Stimmen von Kundschaft, eine ehrliche Angabe dazu, was nicht enthalten ist.
Wie viele solcher Seiten brauche ich?
Eine je Angebot, das Sie tatsächlich bewerben. Nicht zwanzig auf Vorrat. Jede Seite muss gepflegt werden, und eine vergessene Zielseite mit dem Preis vom vorletzten Jahr richtet mehr Schaden an als gar keine Seite.
Verwandte Begriffe
Wie wir damit umgehen
Wir bauen keine Zielseite, bevor wir wissen, was davor steht. Also fragen wir zuerst nach dem Anzeigentext, dem Flyer oder dem Aushang und lesen ihn laut. Was dort versprochen wird, steht danach oben auf der Seite, in derselben Sprache. Zusätzlich bekommt jede Landingpage bei uns ein Ablaufdatum im Kalender, meist das Ende der Aktion. An diesem Tag entscheiden Sie: verlängern, ändern oder abschalten. Vergessene Zielseiten mit alten Preisen sind der häufigste Grund, warum Betriebe irgendwann keine mehr anlegen wollen.
Eine Seite, eine Aufgabe
Auf unserer Seite zu Landingpages steht, wie wir solche Seiten aufbauen und was sie kosten. Wenn Sie erst wissen wollen, wie Ihre bestehende Webseite dasteht, prüft der kostenlose Sichtbarkeits-Check Technik und Inhalt.