QR-Code
Ein QR-Code ist ein quadratisches Schwarz-Weiß-Muster, in dem eine Internetadresse gespeichert ist. Wer das Muster mit der Handykamera anschaut, bekommt die Seite angeboten und muss nichts abtippen. So verbinden Sie Gedrucktes mit Ihrer Webseite. Über den Nutzen entscheidet vor allem, welche Seite sich hinter dem Muster öffnet.
Was das genau bedeutet
Ein Fahrradladen hängt im Schaufenster ein Plakat aus: Winterservice, Termine ab Oktober. Unten in der Ecke sitzt ein QR-Code. Eine Passantin bleibt stehen, hält das Handy davor, und es öffnet sich die Startseite mit Neuheiten, Öffnungszeiten und einem Foto vom Team. Vom Winterservice steht dort nichts. Auf dem Gehweg durchsucht niemand ein Menü, also geht sie weiter. Ein QR-Code ist eine Tür, kein Schaufenster: Dahinter muss stehen, was davor angekündigt wurde.
Im Muster steckt kein Zauber, sondern nur eine Zeichenfolge, meist eine Webadresse. Es können auch eine Telefonnummer, Kontaktdaten oder WLAN-Zugangsdaten sein. Das Erzeugen kostet nichts. Die groben Ecken sind Markierungen für die Kamera, ein Teil der Fläche gleicht Kratzer und Flecken aus.
Ein Unterschied wirkt über Jahre. Bei einem festen Code steht die Adresse unveränderlich im Muster. Ändern Sie die Adresse, ist jeder gedruckte Aufkleber wertlos. Bei einem umleitbaren Code zeigt das Muster auf eine Zwischenadresse eines Anbieters, die Sie jederzeit neu stellen. Bequem, aber Ihr Plakat hängt dann an einem laufenden Vertrag. Endet der, führt der Code ins Leere.
Warum das für Ihr Unternehmen zählt
Gedrucktes lässt sich sonst kaum bewerten. Flyer, Fahrzeugbeschriftung, Anzeige im Vereinsheft: Ob daraus je eine Anfrage entstand, bleibt Vermutung. Bekommt jedes Druckstück ein eigenes Ziel, sehen Sie erstmals, welches davon Menschen bewegt.
Der zweite Grund ist der Moment. Jemand steht vor Ihrem Schaufenster oder hält Ihre Rechnung in der Hand und denkt gerade an Sie. Genau dann ist ein Formular zwei Fingerbewegungen entfernt, statt am Abend im Kopf unterzugehen.
Der dritte Punkt wird oft übersehen: Gescannt wird fast nur mit dem Handy, im Stehen und bei schwachem Netz. Eine Zielseite, die sich lange aufbaut, verliert genau die Leute, die Sie gerade eingesammelt haben.
So gehen Sie vor
- Legen Sie zuerst fest, was nach dem Scan passieren soll. Ein einziges Ziel je Druckstück: Termin buchen, Speisekarte lesen, Bewertung abgeben, Rückruf anfordern. Solange das nicht feststeht, ist das Muster Dekoration.
- Bauen Sie die Zielseite, bevor Sie den Code erzeugen. Sie muss dieselbe Überschrift tragen wie das Gedruckte. Wer „Winterservice" gelesen hat, muss „Winterservice" sehen, ohne zu scrollen. Zwei Sätze, der Preisrahmen und ein Knopf genügen.
- Hängen Sie eine Herkunft an die Adresse. Gemeint sind kurze Zusätze am Ende der Webadresse, die in der Auswertung als eigene Quelle auftauchen, je Druckstück ein anderer. Nur so unterscheiden Sie das Plakat vom Transporter. Das übernimmt üblicherweise die Person, die Ihre Webseite betreut.
- Testen Sie das gedruckte Stück, nicht die Datei am Bildschirm. Mit zwei Handys, aus dem Abstand, in dem der Code später hängt. Ein Muster auf einem Transporter braucht mehr Fläche als eines auf einer Rechnung. Glanzlack, Wölbungen und spiegelnde Scheiben machen brauchbare Codes unlesbar.
- Schreiben Sie daneben, wohin es geht. Ein nacktes Quadrat scannt kaum jemand. Drei Wörter reichen: „Termin buchen" oder „Karte ansehen". Daneben gehört die Adresse in Klartext, für alle, die nicht scannen wollen.
Typische Fehler
Vier Fragen, die uns dazu regelmäßig gestellt werden.
Kann ich den Code einfach auf meine Startseite legen?
Das ist der häufigste und teuerste Fehler. Die Startseite beantwortet alles ein bisschen und die Frage vom Plakat gar nicht. Wer im Stehen scannt, sucht nicht, sondern legt das Handy weg. Führen Sie auf eine Landingpage, die genau das aufgreift, was gedruckt wurde.
Warum scannt bei mir kaum jemand?
Meist liegt es an einem von drei Punkten. Es steht kein Hinweis daneben, also weiß niemand, was ihn erwartet. Der Code hängt dort, wo man nicht stehen bleibt oder nicht herankommt, etwa oben am Bauzaun. Oder es fehlt ein Grund: Ein Angebot mit Frist wird gescannt, ein „Mehr Infos" selten.
Meine alten Aufkleber führen ins Leere, was jetzt?
Wurde die Seite umbenannt oder gelöscht, hilft eine dauerhafte Weiterleitung von der alten auf die neue Adresse. Das erledigt die Person, die Ihre Webseite betreut. Vorbeugen ist einfacher: Für gedruckte Ziele eine kurze Adresse wählen und nie wieder ändern.
Sind QR-Codes gefährlich?
Man sieht einem Muster nicht an, wohin es führt, und gelegentlich wird das ausgenutzt, indem fremde Codes über echte geklebt werden. Daraus folgt zweierlei: Hängen Ihre Codes öffentlich, sehen Sie ab und zu nach, ob noch Ihrer darunter liegt. Und nutzen Sie eine Adresse mit Ihrem Namen, denn Handys zeigen sie vor dem Öffnen an. Bei einem Kürzeldienst liest die Kundschaft nur Buchstabensalat.
Verwandte Begriffe
Wie wir damit umgehen
Bei uns fängt ein QR-Code nie beim Muster an, sondern bei der Frage, welche Seite er öffnen soll. Erst steht das Ziel, dann kommt die Herkunft an die Adresse, das Muster entsteht zuletzt. Wir nehmen möglichst feste Codes, damit kein Aufkleber an einem fremden Vertrag hängt, und probieren ein Stück in Endgröße an der Wand aus, bevor tausend in die Druckerei gehen. Und wir sagen es auch, wenn es niemand hören will: Ohne klares Angebot lohnt sich der Code nicht.
Wohin führt Ihr Aufkleber?
Auf unserer Seite zu Landingpages steht, wie eine Zielseite aufgebaut ist, die aus einem Scan eine Anfrage macht. Der Sichtbarkeits-Check sieht sich Ihre Seite technisch an, unter anderem die Ladezeit, die unterwegs am Handy den Unterschied macht.