Interne Verlinkung
Interne Verlinkung bedeutet, dass eine Ihrer Seiten auf eine andere Seite derselben Webseite verweist. Für Besucher ist das der Weg zum nächsten Schritt, für Suchmaschinen der Hinweis darauf, welche Ihrer Themen zusammengehören und welche Seiten Ihnen wichtig sind. Sie ist der einzige Teil der Verlinkung, über den Sie allein entscheiden, ohne jemanden darum bitten zu müssen.
Was das genau bedeutet
In einer Buchhandlung fragt jemand nach einem Reiseführer für Norwegen. Die Inhaberin holt ihn und legt zwei Dinge daneben: den kleinen Sprachführer und den Bildband über die Lofoten. „Das nehmen die meisten dazu." Gefragt hatte danach niemand. Es ist auch keine Aufdringlichkeit, sondern Ortskenntnis. Genau diese Geste sind interne Links.
Dazu kommt eine zweite Wirkung, die im Laden ebenso funktioniert. Was von überall ausgeschildert ist und im Schaufenster liegt, gilt als das Wichtigste im Sortiment. Suchmaschinen lesen es genauso: Eine Seite, auf die von zwanzig Stellen verwiesen wird, halten sie für zentral. Eine Seite, zu der überhaupt kein Weg führt, findet kaum Beachtung. Solche Seiten nennt man verwaist.
Wichtig ist dabei die Richtung. Vom Reiseführer zum Sprachführer ist der Weg naheliegend, andersherum eher nicht. Es geht also nicht darum, möglichst viel zu verbinden, sondern dorthin zu führen, wo der Gedanke der lesenden Person weitergeht.
Warum das für Ihr Unternehmen zählt
Dieser Teil Ihrer Sichtbarkeit liegt vollständig in Ihrer Hand. Um Verweise von fremden Seiten müssen Sie bitten, hier brauchen Sie niemanden. Deshalb ist es meist die günstigste Verbesserung überhaupt, und sie kostet keine einzige neue Textzeile.
Der praktische Nutzen zeigt sich bei Besuchern, die nicht auf der Startseite ankommen. Aus der Suche landet man mitten auf einer Unterseite. Steht dort kein Weg weiter, ist sie eine Sackgasse. Der Mensch hat gelesen, was er wissen wollte, und erfährt nie, dass Sie auch das andere machen, wonach er nächste Woche sucht.
Und Ihre mühsam geschriebenen Seiten bleiben sonst unentdeckt. Suchmaschinen finden neue Seiten in erster Linie über Links. Eine Seite, die nur in der Sitemap steht und auf die von nirgendwo verwiesen wird, wirkt wie ein Nebenraum ohne Tür.
So gehen Sie vor
- Zeichnen Sie Ihre Webseite auf ein Blatt Papier. Für jede Seite ein Kästchen, für jeden Link ein Pfeil. Nach zehn Minuten sehen Sie, welche Kästchen keinen einzigen eingehenden Pfeil haben. Das sind Ihre verwaisten Seiten, und die kennt derzeit fast niemand.
- Bestimmen Sie zwei oder drei Seiten, die Anfragen bringen sollen. Meist sind das Leistungsseiten oder die Kontaktseite. Auf diese Seiten wird von vielen Stellen verwiesen, nicht umgekehrt. Ohne diese Festlegung verteilen Sie Verweise gleichmäßig und heben damit nichts hervor.
- Setzen Sie Links aus dem laufenden Satz heraus. Dort, wo im Text ein Thema vorkommt, das Sie an anderer Stelle ausführlich behandeln. Eine Linkliste am Seitenende wirkt deutlich schwächer, weil sie erst gelesen wird, wenn der Gedanke schon abgeschlossen ist.
- Achten Sie darauf, wie der Link beschriftet ist. Aus der Beschriftung muss hervorgehen, wohin er führt. Das ist ein eigenes kleines Handwerk, nachzulesen unter Ankertext.
- Prüfen Sie einmal im Jahr, ob alle Verweise noch ankommen. Wird eine Seite umbenannt oder gelöscht, laufen die Links darauf ins Leere. Dafür gibt es kostenlose Prüfprogramme, die eine Webseite selbstständig durchgehen. Bedient werden sie üblicherweise von der Person, die Ihre Webseite betreut.
Typische Fehler
Vier Fragen, die beim Verknüpfen der eigenen Seiten regelmäßig auftauchen.
Je mehr interne Links, desto besser?
Nein. Wenn in einem Absatz fünf Wörter farbig sind, klickt niemand mehr eines davon an, weil keines mehr hervorsticht. Ein Link braucht einen Grund. Fragen Sie sich bei jedem: Möchte die lesende Person an dieser Stelle wirklich weiter, oder unterbreche ich sie nur?
Reicht es nicht, dass alles im Menü steht?
Das Menü ist der Grundriss, nicht der Wegweiser. Es zeigt die Hauptbereiche und steht auf jeder Seite gleich da. Ein Link mitten im Text kommt dagegen genau in dem Moment, in dem die Frage entsteht. Beides ersetzt einander nicht.
Schadet es, immer wieder auf dieselbe Seite zu verweisen?
Nein, solange der Verweis an der jeweiligen Stelle passt. Genau das ist ja die Absicht: Ihre wichtigsten Seiten sollen von vielen Stellen erreichbar sein. Unangenehm wird es erst, wenn der Hinweis erkennbar erzwungen ist und mit dem Absatz nichts zu tun hat.
Was passiert mit Links auf gelöschte Seiten?
Sie führen auf eine Fehlerseite. Für Besucher ist das ärgerlich, für Suchmaschinen ein Zeichen von Vernachlässigung. Wenn Sie eine Seite abschalten, sollte ihre alte Adresse auf die passende neue weitergeleitet werden. Das richtet die technische Betreuung ein und dauert wenige Minuten.
Verwandte Begriffe
Wie wir damit umgehen
Wir beginnen bei diesem Thema nie mit den Links, sondern mit einer Frage an Sie: Welche zwei Seiten sollen am Ende die Anfragen bringen? Danach ist die Arbeit fast mechanisch, denn alles andere richtet sich darauf aus. Bei bestehenden Webseiten ziehen wir zuerst die Liste der Seiten, auf die von nirgendwo verwiesen wird. Diese Liste ist regelmäßig die günstigste Verbesserung im ganzen Projekt, weil kein Text neu geschrieben werden muss. Es fehlten nur die Türen.
Führt Ihre Webseite Besucher weiter?
Auf unserer SEO-Seite steht, wie wir eine Webseite Stück für Stück durchgehen, von der Struktur bis zu den Verweisen. Der Sichtbarkeits-Check prüft davon getrennt die Grundlagen Ihrer Seite: Titel, Überschriften, strukturierte Daten, Verschlüsselung und Ladezeit.