SEO

On-Page-Optimierung

Lexikon Arbeit an der eigenen Seite 4 Min. Lesezeit
Kurz erklärt

On-Page-Optimierung meint alles, was auf Ihrer eigenen Webseite verbessert werden kann: Seitentitel, Überschriften, Texte, Bilder, die Verweise zwischen Ihren Seiten und die Ladezeit. Sie müssen dafür niemanden um Erlaubnis fragen und niemandem etwas bezahlen. Genau deshalb bringt dieser Teil der Suchmaschinenarbeit die schnellsten sichtbaren Fortschritte.

Was das genau bedeutet

Eine Buchhandlung, in der niemand findet, was er sucht, kann am Montagmorgen anfangen umzuräumen. Schilder über die Regale, Krimis nach vorn, ein Wegweiser zur Kasse, Preise gut lesbar. Niemand muss dafür gefragt werden, der Vermieter nicht und die Nachbarn erst recht nicht. On-Page-Optimierung ist genau dieser Innenausbau, nur eben auf Ihrer Webseite.

Die Schilder über den Regalen sind die Seitentitel und Überschriften. Die Preisauszeichnung ist das, was Sie an Angaben herausrücken: Leistungen, Einzugsgebiet, Ablauf, Erreichbarkeit. Die Wegweiser sind die Verweise von einer Ihrer Seiten auf die andere. Und die Kundenfrage, die Sie im Laden fünfmal täglich beantworten, gehört als Überschrift auf eine Seite, mit der Antwort darunter.

Es hilft, die Grenze zu kennen. Ob Ihre Seite überhaupt erreichbar und schnell genug ist, gehört ins technische SEO. Was andere über Sie schreiben und verlinken, ist Off-Page. On-Page ist der Bereich dazwischen, und es ist der einzige, den Sie allein beherrschen.

Warum das für Ihr Unternehmen zählt

Sie sind von niemandem abhängig. Keine Freigabe, kein Budget, kein fremder Betrieb, der Ihnen einen Gefallen tun muss. Was Sie heute Nachmittag ändern, steht heute Abend online.

Die Arbeit wirkt außerdem in zwei Richtungen gleichzeitig. Eine klar gegliederte Seite mit ehrlichen Angaben wird von Suchmaschinen besser eingeordnet und von Menschen besser verstanden. Sie optimieren nicht für Maschinen auf Kosten der Leser, sondern für beide zugleich.

Und es zwingt zur Klarheit über das eigene Angebot. Viele merken erst beim Schreiben einer Leistungsseite, dass sie in einem Satz gar nicht sagen können, was sie anbieten, für wen und was es ungefähr kostet. Diese Klarheit brauchen Sie ohnehin, auch im Verkaufsgespräch.

So gehen Sie vor

  1. Geben Sie jeder Leistung eine eigene Seite. Eine Sammelseite, auf der elf Angebote in Stichpunkten stehen, kann für keines davon gefunden werden. Wie so eine Seite aufgebaut wird, steht im Beitrag über Leistungsseiten.
  2. Prüfen Sie Titel und Beschreibung jeder wichtigen Seite. Das ist der Text, der in der Trefferliste erscheint, also Ihre Schaufensterauslage. Steht dort überall dasselbe oder nur Ihr Firmenname, ist das der lohnendste Handgriff überhaupt.
  3. Ordnen Sie die Überschriften. Eine Hauptüberschrift pro Seite, darunter Zwischenüberschriften in einer Reihenfolge, die jemand versteht, der die Seite zum ersten Mal sieht. Formulieren Sie diese Zwischenüberschriften als das, was Ihre Kundschaft fragen würde.
  4. Beantworten Sie die vier Grundfragen ganz oben. Was machen Sie, für wen, in welchem Gebiet, wie erreicht man Sie. Diese Angaben gehören auf die erste Bildschirmhöhe, nicht hinter ein Bild und drei Absätze über Ihre Firmengeschichte.
  5. Verlinken Sie Ihre Seiten aus dem Text heraus. Nicht nur über die Navigation, sondern mitten im Satz, mit einem Linktext, der sagt, was kommt. So finden Besucher weiter, und Suchmaschinen erkennen, welche Ihrer Seiten zusammengehören.

Typische Fehler

Vier Fragen, die uns zu diesem Thema immer wieder gestellt werden.

Muss mein wichtigstes Wort möglichst oft im Text vorkommen?

Nein. Diese Regel stammt aus den frühen Jahren der Suchmaschinen und wirkt heute eher schädlich. Ein Text, in dem zwölfmal „Malerbetrieb Bremen" steht, liest sich unangenehm. Nennen Sie die Sache beim Namen, wo sie hingehört, und schreiben Sie ansonsten normal.

Reicht eine gute Startseite nicht aus?

Die Startseite kann nur ein Thema haben. Menschen suchen aber nach einzelnen Leistungen, nicht nach Ihrem Firmennamen. Wer fünf Leistungen anbietet und nur eine Startseite hat, tritt mit einem einzigen Zettel zu fünf verschiedenen Ausschreibungen an.

Darf ich die Produkttexte meines Herstellers übernehmen?

Erlaubt ist es meistens, sinnvoll selten. Derselbe Text steht dann auf hunderten Händlerseiten, und Suchmaschinen suchen sich eine davon aus, meist nicht Ihre. Zwei eigene Absätze darüber, für wen sich das Produkt eignet und was Sie damit erlebt haben, sind mehr wert als vier Seiten Herstellerprosa.

Ich habe alles umgeschrieben und es tut sich nichts.

Änderungen brauchen Zeit, weil Suchmaschinen Ihre Seiten erst wieder ansehen müssen. Häufiger liegt es aber daran, dass zwar Texte umformuliert, jedoch keine neuen Fragen beantwortet wurden. Wenn Ihre Seite hinterher dasselbe sagt wie vorher, nur schöner, ändert sich auch nichts an ihrer Auffindbarkeit.

Verwandte Begriffe

Wie wir damit umgehen

Wir fangen nie bei allen Seiten gleichzeitig an, sondern bei den drei bis fünf, auf denen tatsächlich Aufträge entstehen. Und wir schreiben Ihre Texte nicht einfach um, sondern fragen Sie ab: Was wollen Kunden am Telefon als Erstes wissen? Wovon raten Sie regelmäßig ab? Was kostet ein typischer Auftrag ungefähr? Die Antworten darauf stehen selten schon auf der Webseite, und genau sie unterscheiden Ihre Seite von der des Mitbewerbers, der dieselbe Vorlage benutzt hat.

Was fehlt auf Ihren Seiten?

Der kostenlose Sichtbarkeits-Check sieht sich genau diese Punkte an: Titel, Überschriften, Zusatzangaben im Quelltext, Verschlüsselung und Ladezeit. Auf unserer SEO-Seite steht, wie es danach weitergeht.

Zurück zum Lexikon