URL
Eine URL ist die vollständige Adresse einer einzelnen Seite, also alles, was oben in der Adresszeile des Browsers steht. Sie besteht aus dem Namen Ihrer Webseite und dem Pfad dahinter, der die einzelne Unterseite bezeichnet. Kurze, sprechende Adressen wie /dachsanierung sind besser als /index.php?id=4711, weil man schon vor dem Klick erkennt, was einen erwartet.
Was das genau bedeutet
In der Werkstatt einer Tischlerei steht ein Regal mit Ordnern. Auf den Rücken steht „Einbauküchen 2025", „Treppen", „Lieferscheine Beschläge". Niemand muss dafür ein Verzeichnis führen, man liest und greift zu. Ein Regal, in dem „Ordner 7" bis „Ordner 19" stehen, funktioniert nur für die eine Person, die das Nummernsystem im Kopf hat. Eine Adresszeile ist genau so ein Ordnerrücken.
Zusammengesetzt ist sie aus drei Teilen. Vorn steht https, das ist die Angabe, dass die Verbindung verschlüsselt läuft. Dann folgt Ihr Name im Netz, etwa tischlerei-albers.de. Dahinter kommt der Pfad, also der Schrägstrich mit dem, was die einzelne Seite ausmacht: /einbaukuechen. Nur dieser dritte Teil ist bei jeder Seite anders, und nur er lässt sich beim Aufbau frei bestimmen.
Manchmal hängt hinter der Adresse noch etwas mit einem Fragezeichen. Das sind Zusatzangaben für die Technik, etwa woher ein Besucher kam oder welcher Filter in einer Liste gesetzt ist. Für Sie ist wichtig: Solche Anhängsel gehören nicht auf Papier und nicht in ein Gespräch. Weitergegeben wird immer die kurze Fassung bis zum Fragezeichen.
Warum das für Ihr Unternehmen zählt
Ihre Adressen werden vorgelesen. Am Telefon, im Angebot, auf der Rückseite einer Visitenkarte, in einer schnellen Nachricht an eine Bekannte. Eine Zeile wie tischlerei-albers.de/treppen kann man diktieren. Eine mit Fragezeichen, Zahlen und Prozentzeichen kann das nicht, sie wird abfotografiert oder gar nicht erst genannt.
Dazu kommt der Auftritt in der Trefferliste. Google zeigt über der blauen Überschrift eine Wegangabe, und die stammt aus Ihrer Adresse oder aus der Pfadangabe auf der Seite. Steht dort ein verständliches Wort, sieht das Ergebnis nach einer Antwort aus. Steht dort eine Kennnummer, sieht es nach Verwaltung aus.
Der dritte Gewinn ist Ordnung im eigenen Haus. Wer seine Adressen nach dem benennt, was der Betrieb wirklich anbietet, merkt beim Aufschreiben, wo eine Leistung doppelt beschrieben ist oder ganz fehlt. Die Adressliste ist die ehrlichste Übersicht über eine Webseite, die es gibt.
So gehen Sie vor
- Benennen Sie nach dem Wort Ihrer Kundschaft. Nicht das interne Kürzel und nicht die Reihenfolge im Menü, sondern das, wonach jemand fragen würde: /parkett-schleifen statt /leistung-3. Wenn Sie unsicher sind, hören Sie sich zu, wie Sie es am Telefon nennen.
- Halten Sie sich an einfache Schreibregeln. Alles klein, Wörter mit Bindestrich getrennt, keine Leerzeichen, keine Umlaute und kein Sonderzeichen. Aus „Türen & Zargen" wird also /tueren-zargen. Diese Regeln vermeiden die Zeichenketten mit Prozentzeichen, die niemand mehr lesen kann.
- Bleiben Sie flach. Zwei Ebenen genügen fast immer, etwa /leistungen/parkett. Wer vier Ebenen tief verschachtelt, produziert lange Zeilen und muss jedes Mal umbauen, wenn sich das Menü ändert.
- Legen Sie die Liste einmal fest, bevor gebaut wird. Schreiben Sie alle geplanten Seiten mit ihrer künftigen Adresse in eine Tabelle und gehen Sie sie einmal durch. Nachträglich umzubenennen ist ungleich teurer, weil jede alte Adresse dann versorgt werden muss.
- Richten Sie beim Umbenennen eine Umleitung ein. Muss eine Adresse doch weichen, gehört an ihre Stelle eine dauerhafte Weiterleitung auf die neue. Das ist ein technischer Handgriff, den die Person übernimmt, die Ihre Webseite betreut. Ohne diesen Schritt läuft jeder alte Link ins Leere.
Typische Fehler
Ist die Adresse mit www eine andere als die ohne?
Technisch ja, es sind zwei verschiedene Schreibweisen. Deshalb sollte eine davon fest gewählt und die andere darauf umgeleitet werden, sodass beide Wege am selben Ziel enden. Welche Sie nehmen, ist Geschmackssache. Nur beides parallel offen zu lassen, ist unsauber.
Spielt Groß- und Kleinschreibung eine Rolle?
Auf vielen Servern ja. Dann sind /Preise und /preise zwei verschiedene Adressen, von denen nur eine wirklich existiert. Deshalb die einfache Hausregel: durchgehend kleinschreiben, auch in Aufklebern, Anzeigen und E-Mail-Signaturen.
Darf ich eine bestehende Adresse später ändern?
Sie dürfen, es kostet aber. Alle Verweise von außen, alle Lesezeichen und alle Ausdrucke zeigen weiter auf die alte Fassung. Ändern Sie deshalb nur, wenn es einen echten Grund gibt, und richten Sie im selben Arbeitsgang die Weiterleitung ein.
Was ist das Zeug hinter dem Fragezeichen?
Das sind Zusatzangaben, oft eine Herkunftsmarkierung aus einem Newsletter oder einer Anzeige. Sie helfen bei der Auswertung, gehören aber nicht auf Drucksachen. Kürzen Sie beim Weitergeben immer bis zum Fragezeichen, die Seite öffnet sich genauso.
Verwandte Begriffe
Wie wir damit umgehen
Wir schreiben die Adressliste, bevor die erste Seite entsteht, und legen sie Ihnen als Tabelle vor: links der Seitenname, rechts die künftige Adresse. Das dauert eine halbe Stunde und ist erstaunlich oft der Moment, in dem auffällt, dass eine ganze Leistung bisher nirgends eine eigene Seite hatte. Danach bleiben diese Adressen stehen, auch wenn das Menü später umsortiert wird. Und wenn doch einmal etwas weichen muss, wandert die alte Adresse in eine Weiterleitungsliste, die wir für jedes Projekt führen.
Wie heißen Ihre Seiten in der Adresszeile?
Adressen, Überschriften und Seitentitel gehören zusammen. Auf unserer Seite zur Suchmaschinenarbeit steht, wie wir das aufbauen. Der Sichtbarkeits-Check sieht sich Ihre Seite technisch und inhaltlich an und nennt Ihnen die auffälligen Stellen.